Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Auf vielfachen Wunsch: Grundsatzkritik am Maskulismus

Texaco, Thursday, 25.03.2004, 21:55 (vor 7987 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Auf vielfachen Wunsch: Grundsatzkritik am Maskulismus von Emmalein am 25. März 2004 15:04:16:

Nach diesem intellektuellem Kraftakt, Emmalein, sieh dir einmal zwei deiner Aussagen an:

1. [...]Mit einer solchen Einseitigkeit übersieht er natürlich wichtige Punkte, [...]wie etwa die Armut von Alleinerziehenden oder die Tatsache, dass es in der Bundesrepublik immer noch höchst problematisch ist, Kind und Beruf zu vereinbaren.
5. Probleme [...]mit Vereinbarkeit von Kind und Beruf, werden [...]auf die private Ebene verschoben. Dabei liegt es gerade an den öffentlichen Strukturen, dass diese beiden Dinge so schlecht vereinbar sind.

Und jetzt erklär mir bitte, ganz sachlich, Emmalein, was meinst du mit damit, die "öffentlichen Strukturen" seien ursächlich dafür, daß Kind und Beruf so schlecht zu vereinbaren seien? Die Ursache ist doch wohl dies: Beides kostet Aufmerksamkeit, und man kann nur eins von beiden zur selben Zeit tun. Das ist übrigens mit fast allen Dingen so.

Die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten brauchen nicht auf die private Ebene verschoben zu werden - sie sind ein privates Problem. Nur scheinst du zu glauben, vom Staat verlangen zu können, daß er es für dich löst. Wie kommst du darauf? Wieso sollte für dein Kind jemand anderns Geld, für das er hart gearbeitet hat, als Steuer konfisziert werden? Sind deine Mitbürger deine Teilzeitsklaven?

Und bitte komm mir nicht damit: Kinder zu haben ist ein Dienst an der Gemeinschaft. Ist es nicht. Wenn Kinder überhaupt eine materielle Bedeutung haben, dann als es eine Form der Altersicherung, so wie andere Geld sparen, um ihren Lebensabend bezahlen zu können.

Wie kommst du darauf, du hättest solche Ansprüche gegenüber deinen Mitbürgern? Darin drückt sich doch genau die Mentalität aus, die man Frauen zum Vorwurf macht: Der Staat soll der Ersatzehemann sein. Und vom Ehemann könne eine Frau schließlich erwarten, daß er ihre Probleme löst!

Apropos: Wo ist er denn hin, der Ehemann? Wo ist eigentlich die Einsicht geblieben, daß es gerade wegen des Problems, nicht zwei Dinge gleichzeitig tun zu können, für eine Familie nun einmal zwei und nicht eine Erwachsene braucht? (Schon allein aus praktischen Gründen - von den psychischen fange ich gar nicht erst an.)

Übrigens: Auch in intakten Familien kennt man das Problem der Vereinbarkeit von Beruf und Kindern. Und siehe da: Auch Männer beschäftigen sich sehr wohl damit. Vielleicht ist dir in diesem Forum schon einmal die Initiative "Väter gegen länger" untergekommen?

Allerdings: Väter tragen die Hauptlast des Familieneinkommens. Wenn es nicht langt, machen sie Überstunden. Mit ihren Überstunden können sie dann ja die Gehaltseinbußen ausgleichen, die ihnen durch die Steuererhöhungen entstehen werden, mit denen dann dein Kita-Platz finanziert wird.

Die Alternative wäre, daß er es selbst für einen Kita-Platz für seine eigenen Kinder ausgibt, damit seine Frau auch arbeiten kann. Wenn sie dann auch verdient, könnte er seine Überstunden wieder zurückfahren. Aber wie viele Ehefrauen wollen das wirklich? Und wie viele schaffen dann so viel Kohle nach Hause, daß es sich gegenüber der bezahlten Kinderbetreuung rechnet? Das hängt von den Frauen ab, nicht von den Männern. Und davon, ob sie wirklich eine fremde Betreuung für ihre Kinder will. Wenn ein Paar aber weiß, was es will, ist diese Alternative fair und machbar.

Es gibt dabei nur eine, eine einzige Verliererin: Die alleinerziehende Mutter, die zwar ein Kind, aber keinen Mann will, und die ihre Kinderbetreuungskosten auf andere Leute abwälzen will, um ungestört Karriere zu machen.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum