Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Vollmer bereits zurückgetreten - Ja und? meine Wahlempfehlung...

ein weiterer Andreas, Monday, 14.02.2005, 15:50 (vor 7660 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Vollmer bereits zurückgetreten - Ja und? meine Wahlempfehlung... von Eugen Prinz am 14. Februar 2005 13:41:25:

>Du mußt aber auch bedenken, daß die Parteien die Wählerströme professionell untersuchen lassen von Marktforschungsinstituten.
Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Untersuchungen dazu dienen sollen, den Wählerwillen zu erkunden. Politiker interesssieren sich m.E. zuallererst für ihre eigenen politischen Ziele und dann allenfalls dafür, wie und wo sie dafür Mehrheiten kriegen.

1. Wäre das ein verdammt schlechtes Marketing, wenn sie sich wirklich nicht ernsthaft für die Wählerströme interessieren würden.

2. Ihre politischen Ziele können nur über entsprechende Mehrheiten an den Wahlurnen erzielen.

Machterhalt und Wählerverhalten hängend entscheidend zusammen, schließlich leben wir in einer Demokratie!

>Öffentlichkeitsarbeit ohne entsprechendes Stimmverhalten ist also genauso unproduktiv umgekehrt Stimmverhalten ohne Öffentlichkeitsarbeit.
Da kann ich nicht zustimmen. Eine Gruppe kann durch Lobbyarbeit weit mehr erreichen, als sie - zahlenmäßig - durch Wahlverhalten erreichen könnte. Frauen haben die besten Beispiel vorgemacht. Mein Lieblingsbeispiel: Das Prostituiertengesetzt - gewiss nichts, was mit einem Kreuzchen auf dem Wahlzettel auf den Weg gebracht wurde.

Natürlich bringt öffentlichkeitswirksames Engagement größere Effekte als nur ein stummes Kreuzchenmachen am Wahltag. Aber ich bleibe dabei: Die Frauen erzielen ihr Erfolge im politischen Lobbying dadurch, daß sie öffentlich Lärm machen UND die Politiker sich davor fürchten bei nicht konformen Verhalten am Wahltag vom aufgehetzten Feminat an der Urne abgestraft zu werden.

Dazu müssen wir ein Gegengewicht schaffen. Wir müssen unser Wählerpotential aktivieren.

Gruß

Andreas


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