Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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zusammenfassende Antwort

Carl, Thursday, 03.02.2005, 00:59 (vor 7672 Tagen) @ Carl

Als Antwort auf: Emanzipation als orwell'sches Ausbeutungs-Werkzeug von Carl am 31. Januar 2005 21:27:08:

Hi Leute

Danke für das interessante Echo, das meine Thesen ausgelöst haben.
Besonders danken möchte Garfield für seine brillianten Ausführungen
( index.php?id=41765 )
und dem anderen Andreas für seine Zusammenfassung der Houellebecq'schen
Analogie zwischen Markt-Deregulierung und Sozio-sexueller Deregulierung.
( index.php?id=41753 )

Einsichtsvoll ist auch das Zitat von Frauenversteher AD:
"Wenn man eine Sache zerstören will, soll man sie nicht direkt bekämpfen, sondern verfälschen."
Diesen Ansatz verwenden übrigens auch andere Zweige der 68er-Bewegung,
namentlich die "Umwelt"-NGOs, wo die echten Idealisten schon lange von
geldgierigen Apparatschiks hinausgeekelt wurden, die die "Sache" pervertieren.

Noch zum Einwand, meine Lohndrücker-These stimme nicht, denn mehr
Arbeitskräfte würden durch Mehrkonsum die Wirtschaft ankurbeln:
Das geht an meinem Punkt vorbei, eben weil die Reallöhne gesunken sind!
Bei einer Familie bzw. einem Paar steigt nämlich nicht automatisch der
Konsum (wesentlich), indem die Frau auch arbeiten geht. Der Punkt ist,
dass in der Emanzen-Ära schlichtweg vorausgesetzt wird, dass beide
arbeiten gehen (oder dann halt jeder alleine lebt) -- die Löhne sind
entsprechend tief.
Um dies empirisch zu verifizieren, muss man nur die Zustände in
mehr oder weniger "emanzipierten" Ländern vergleichen, oder
im selben Land die Reallohnentwicklung von 1950-1975 vergleichen
mit der von 1975-2000.

Gruss,
Carl


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