Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Emanzipation als orwell'sches Ausbeutungs-Werkzeug

Garp, Tuesday, 01.02.2005, 11:42 (vor 7673 Tagen) @ ein weiterer Andreas

Als Antwort auf: Re: Emanzipation als orwell'sches Ausbeutungs-Werkzeug von ein weiterer Andreas am 01. Februar 2005 08:53:27:

Hallo Andreas

- Sexuelle Ausbeutung:
[quote]Während die Emanzen-Rhetorik von "Selbstbestimmung durch die Pille" faselt, verkommen die Frauen dadurch faktisch zu Hobbyprostituierten, die sich durch Gelegenheitsbekanntschaften (ONS) und Temporärfreunde (unverheiratet) sexuell ausbeuten lassen [/quote]

Volle Zustimmung

Auch an dich die Frage. Wer beutet die Frauen sexuell aus? Das können dann ja nur die Männer sein. Was ist mit Männern mit Gelegenheitsbekanntschaften? Werden diese von Frauen ausgebeutet?
Ahh, nein Moment ich verstehe. Auf sexuellem Gebiet können nur Frauen ausgebeutet werden.

Ein schönes Beispiel für die Deckungsgleichheit feministischer Theorie und wertkonservativen Gedankenguts. Wie kann einem dieser Widerspruch nicht auffallen?

... eben die "Ausweitung der Kampfzone" (Houellebecq)

Also wenn du schon Houellebecq zitierst. Dieser spricht nicht von einer Ausbeutung der Frauen. Sein Thema ist die Kommerzialisierung der Sexualität. Demnach haben nur noch Menschen mit einem hohen Attraktivitätspotenzial Sex soviel sie möchten. Menschen, die die Schönheitsnorm nicht erfüllen können, bekommen dagegen weder Sex noch eine Partnerschaft. So gesehen trifft die Kommerzialisierung nach Houellebecq die Männer im selben Umfang wie Frauen.
Erstaunlich warum so viele Männer ins Bordell gehen, da es in Deutschland eurer Meinung nach so viele „Hobbyhuren“ geben müsste. Ja wo sind die denn? Lebt ihr in der Wirklichkeit oder in einer Fernsehrealität?

Garp


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