Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Emanzipation als orwell'sches Ausbeutungs-Werkzeug

BartS, Tuesday, 01.02.2005, 18:45 (vor 7673 Tagen) @ Scipio Africanus

Als Antwort auf: Re: Emanzipation als orwell'sches Ausbeutungs-Werkzeug von Scipio Africanus am 01. Februar 2005 16:19:01:

Hallo Scipio,

also ich häng mich nochmal rein ;-).

Als arbeitslos sollte doch eine Person gelten, die Arbeit sucht und grundsätzlich auch arbeitsfähig ist, aber keine Anstellung findet. Wer eine 100 % Anstellung anstrebt, aber nur 40 % arbeiten kann, sollte als zu 60 % arbeitslos gelten. Das gäbe ein sehr viel genaueres Bild über die tatsächlichen Verhältnisse.

Das sollte man meinen, da angegeben werden könnte, wie viel Arbeitsvolumen auf dem Markt verfügbar wäre. Allerdings denke ich, dass die Realität etwas anders aussieht. Es gibt eine Reihe von Menschen, die bewusst nur halbtags oder gar nicht arbeiten wollen. Ausserdem wie viel Prozent Anstellung man anstrebt dürfte auch vom Gehalt abhängen. In manchen Berufen reicht selbst eine 100%-Anstellung nicht aus, um sich vernünftig zu verpflegen.

Nicht als arbeitslos gilt beispielsweise auch die Frau, die sich 15 Jahre um den Nachwuchs gekümmert hat und wieder ins Berufsleben einsteigen will. Sie ist aber nicht berechtigt, Arbeitslosengeld zu beziehen, da sie keine Beiträge einbezahlt hat und gilt somit nicht als arbeitslos.

Ich bin jetzt nicht ganz sicher, aber im Prinzip kann sich jeder arbeitlos beim Arbeitsamt melden. Nur das ist nicht gleichbedeutend mit einem Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Der durch lange Arbeitslosigkeit psychisch erkrankte ist nicht mehr arbeitsfähig und gilt auch nicht als arbeitslos, weil arbeitsunfähig geworden.

Da würde es aber auch wenig Sinn machen, ihn in die Arbeitslosenstatistik mit aufzunehmen.

Alle diese Statistiken sind wenig aussagekräftig, weil geschönt.

Naja, man sollte sie zumindest auf ein einheitliches Niveau bringen, um die Zahlen von verschiedenen Ländern vergleichen zu können.

Gruss
BartS


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