Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Emanzipation als orwell'sches Ausbeutungs-Werkzeug

BartS, Tuesday, 01.02.2005, 00:02 (vor 7674 Tagen) @ Carl

Als Antwort auf: Emanzipation als orwell'sches Ausbeutungs-Werkzeug von Carl am 31. Januar 2005 21:27:08:

Hi Carl,

Würde gerne ein paar Anmerkung anfügen.

- Lohndrückerei:
Indem auch die weibliche Hälfte der Bevölkerung auf den Arbeitsmarkt drängt, wird das Angebot an Arbeitskräften tendenziell verdoppelt. Nach den Regeln von "Angebot und Nachfrage" sinkt dadurch der "Wert" pro Arbeitskraft -- die Löhne sinken entsprechend. Dies trifft nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu: Doppelverdienende Paare verdienen heute --in Reallöhnen (inflationsbereinigt)-- zusammen etwa gleichviel wie 1960 ein einzelner Familienvater. Die Folgen für Alleinlebende sind ruinös! Die Emanzen-Rhetorik vom "fairen Lohn" entpuppt sich als orwell'sche Lüge.

Man muss auch sehen, dass eine halbwegs vernünftige Vollbeschäftigung in den europäischen Staaten eine Realität ist. Von daher sollte der Arbeitsmarkt nicht zusammenbrechen, wenn Frauen nach ihrer Lehre oder Studium in den Arbeitsmarkt drängen.

- schlechtere Arbeitsbedingungen:
[quote]Durch das grössere Angebot an Arbeitskräften können die Arbeitgeber höhere Anforderungen bei der Anstellung stellen, und bestehende Angestellte stärker mit Entlassung erpressen -- es warten ja genug andere Bewerber auf den Job. Dies verschlechtert die Arbeitsbedingungen drastisch.
[/quote]

Nun, dass ist ein generelles Problem. Von daher ist es wichtig, dass auf der anderen Seite starke Gewerkschaften und Betriebsräte stehen, die ein ungefähres Gleichgewicht der Kräfte erzeugen.

- familiäre Mehrbelastungen:
[quote]Indem Paare praktisch zur doppelten Erwerbstätigkeit gezwungen werden, kommt auf die Frauen eine bedeutende Mehrbelastung zu: neben Haushalt und Kindern sollen sie zusätzlich ihre Erwerbsarbeit erledigen. Die Emanzen-Rhetorik von "grösserer Freiheit" entpuppt sich als orwell'sche Lüge.
[/quote]

Das wäre ja auch kein so großes Problem, wenn deutlich mehr Kinderbetreuungsstellen zur Verfügung stehen würden (gerade in den alten Bundesländern).

- Verwahrlosung der Kinder:
[quote]Erwerbstätige Mütter haben kaum noch Zeit, sich um eine seriöse Erziehung der Kinder zu kümmern. Stattdessen übernehmen Fernsehen und Fremde ("Kinderkrippen") die (V)Erziehung, mit verheerenden Folgen für die soziale Entwicklung der Kinder.
[/quote]

Wenn Kinder nur noch sich selbst überlassen werden, finde ich das auch schlimm. Den Eltern fehlt entweder die Zeit oder Lust den Entwicklungsweg ihrer Kinder zu begleiten. Was hast Du aber gegen die Betreuung durch öffentliche Stellen? Zum einen sind das sehr geschulte Erzieher, die die Betreuung übernehmen. Zum anderen lernen Kinder schneller die Dynamiken einer Gruppen und das gegenseitige Rücksichtnehmen kennen.

- Ueberfremdung:
Andere Frauen verzichten ganz auf Kinder, um sich voll auf die "Karriere" zu konzentrieren. Der dadurch fehlende Nachwuchs wird durch kinderreiche Einwanderer ersetzt -- noch mehr billige Arbeitskräfte.

Fehlende Kinder sind wirklich ein Problem.

- Militarisierung:
Durch die Aufnahme von Frauen ins Militär ("Vorreiter" Israel) wird die Ausbeutung auch auf diesem Gebiet maximiert. Die Emanzen-Rhetorik von "Friede Freude Eierkuchen" entpuppt sich als orwell'sche Lüge. Lynndie England lässt grüssen!

Was ist mit der, ich kenne die Dame nämlich nicht. Ich verstehe allerdings nicht ganz, was Du beim Militär mit Ausbeutung meinst.

- Sexuelle Ausbeutung:
Während die Emanzen-Rhetorik von "Selbstbestimmung durch die Pille" faselt, verkommen die Frauen dadurch faktisch zu Hobbyprostituierten, die sich durch Gelegenheitsbekanntschaften (ONS) und Temporärfreunde (unverheiratet) sexuell ausbeuten lassen. Hinzu kommen gesundheitliche Schäden durch die Langzeiteinnahme der Pille.

Naja, ich finde jeder ist für sich selbst verantwortlich. Von daher muss sich auch keiner sexuell ausbeuten lassen.

Gruss
BartS


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