Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re:

Garp, Wednesday, 04.08.2004, 14:07 (vor 7856 Tagen) @ Andreas (der andere)

Als Antwort auf: Re: von Andreas (der andere) am 04. August 2004 09:58:42:

Hallo Andreas

O.k. aber dann beziehst du dich auf die veröffentlichte Meinung, die Journalisten und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen. Darunter haben wahrscheinlich Geisteswissenschaften wie Naturwissenschaften zu leiden.

Zudem argumentierst du gegen unzulässige Verallgemeinerungen. Die gibt es sicherlich zuhauf in den Geisteswissenschaften. Diese beruhen aber eben nicht auf der Biologie.
Ein schönes Beispiel hierfür ist Professor Otten. Er begründet des „Böse“ der Männer eben nicht biologisch. Der Ursprung liegt bei ihm in der männlichen Sozialisation. Deshalb schreibt er vom Versagen der Gesellschaft an den Männern. Und deshalb plädierte er für eine neue männliche Moral. Wäre das Böse biologisch bedingt so wäre eine neue Moral unnütz.

Auch der Großteil der feministischen Forschung, sieht das böse des Mannes nicht in der Biologie, sondern in der gesellschaftlichen Konstruktion – dem Patriarchat.
Deshalb gibt es diesen ganzen Unsinn, wie „präventive anti-sexistische Jungenarbeit“

Ich selbst bin der Meinung, dass die Biologie in den Geisteswissenschaften oft unterschätzt wird. Zwar kann die Biologie nicht monokausal menschliches Verhalten erklären, man kann sie aber auch nicht völlig abstreiten.
Ich glaube eben nicht, dass man problemlos einen Jungen zum Mädchen und ein Mädchen zum Jungen umerziehen kann. Geschlechterrollen sind zwar maßgeblich sozial bestimmt, aber nicht ausschließlich.

Grüße


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