Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re:

Andreas (der andere), Wednesday, 04.08.2004, 12:58 (vor 7856 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Re: von Garp am 03. August 2004 21:03:43:

Hi Garp,

Dann habe ich euch doch richtig verstanden.

ich weiß nicht, ob susu und ich von der selben Position aus argumentieren. Wenn ich in dieser Weise Kritik an Sozial- und Geisteswissenschaften übe, ist das eher gegen meinen eigenen Bereich gerichtet.

Hierfür sind doch Hirnforscher ein schönes Beispiel ...

Wenn dieser hypothtetische Hirnforscher der Versuchung erliegen sollte, alles rein organisch begründen zu wollen, würde er die Sache sicher auch verkürzen. Allerdings bin ich mir gar nicht sicher, ob "die" Hirnforscher das wirklich so sagen, oder ob das bei anderen nur so ankommt.

Wie kann man den biologischen Determinismus ausgerechnet bei den Geisteswissenschaften und der Soziologie verorten?

Nicht "ausgerechnet", aber auch, und das nicht mal so selten. An meiner Uni gab es z.B. vor knapp zweieinhalb Monaten eine dreitägige Tagung über Vergewaltigung und Prostitution im Krieg, warum das aus dem "natürlichen" männlichen Verhalten resultiert, und, daran anschließend, eine Debatte um die "Zukunft der Frau". - Bücher wie die von den Pease's sind platt und sicherlich nicht als geisteswissenschaftlich zu bezeichnen. Solche Forschungen und Theoriebildung gibt es aber tatsächlich; wenn Du mal durch populärwissenschaftliche Wissensmagazine geblättert hast, wirst Du wissen, was ich meine (Bsp.: "Gute-Hirnhälfte-Böse-Hirnhälfte", oder "Wenn ihr Balken zu dünn ist ..."). Und daran anschließend Kulturtheorien, die kulturelle Phänomene durch einen rein evolutionären oder psychischen Entwicklungsstand erklären wollen. Entäuschendes Beispiel: "Der jüdische Kult ist das verlängerte Abhängigkeitsverhältnis des Kleinkinds von seinen Eltern." - Buh! - Und Dieter Otten http://www.chrismon.de/ctexte/2003/6/6-1.html war doch auch Soziologie-Professor. Oder Dietrich Schwanitz (buärks) ...


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