Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Für das Recht auf Abtreibung!

Jolanda, Wednesday, 18.06.2003, 16:44 (vor 8267 Tagen) @ Maria

Als Antwort auf: Re: Für das Recht auf Abtreibung! von Maria am 17. Juni 2003 14:05:59:

Liebe Maria

Deine sachliche Argumentation enhaben mich in meinen Gedanken sehr angeregt.

Ich muss dir ehrlich eingestehen, dass ich hier hin und her gerissen bin. Wobei das so nun auch wieder nicht stimmt.

Ich sehe das so, wir Menschen haben nicht das Recht ein Leben zu beenden, auch wenn es noch im frühen Stadium ist oder erst auf dem Weg sich zu einem Lebewesen zu entwickeln, in meinen Augen hat dieses Wesen bereits eine Seele und das Recht zu leben. Egal wie schwer die Situation sein wird, in die es hineingeboren wird. Das Recht auf Leben ist unabdingbar.

Wir sind nicht auf der Welt nur um einfach glücklich zu sein und unser Leben so zu gestalten, wie es am leichtesten ist. Ich verurteile hier aber die Tat, niemals den Menschen, der die Tat ausführt.

Wenn eine Frau anerkennt das Abtreibung Unrecht ist und sich dessen bewusst ist, dass es Unrecht ist, es aber trotzdem tut, weil sie sich nicht in der Lage fühlt, dieses Kind alleine gross zu ziehen, dann wird sie sich diese Entscheidung bestimmt nicht leicht machen. Und es steht dann in meinen Augen auch keinem zu, sie deswegen zu verurteilen.

Was für mich aber unabdingbar ist bei diesem Thema, das ist die Erkenntnis, das Wissen, die Einsicht, dass es sich bei Abtreibung um Unrecht handelt. Das Wissen im Herzen zu tragen, dass es nicht richtig ist, dass ich mich aber ausser Stande fühle es zu umgehen.

Denn wenn dieses Wissen in den Menschen besteht, dann werden sie auch nicht leichtsinnig mit diesem Thema umgehen. Wer Unrecht erkennt, der kann auch Reue dafür empfinden.

Es geht mir nicht darum Frauen zu verurteilen, die abtreiben, das steht mir einfach nicht zu, aber ich wünschte mir, dass die Menschen wieder mehr Achtung vor dem Geschenk des Lebens bekommen würden.

Ich glaube daran, dass sich jedes Kind seine Eltern aussucht und auch dann ja sagen würde zum Leben, wenn dieses schwer werden und Ueberlebenskampf bedeuten würde.

Ich habe Angst davor, dass wir mit diesem höchsten Gut zu fahrlässig umgehen. Klar kann ein Verbot hier nichts ändern und die Verurteilung von Frauen, die in Notlagen abtreiben auch nicht. Ich bin aber wie du der Meinung, dass man hier die Umstände verbessern sollte, so dass es auf keinen Fall die fehlenden Geldmittel oder die fehlende Betreuung sein darf, die eine Frau dazu veranlassen abzutreiben.

Geben wir den Kindern in unserer Gesellschaft endlich wieder den Stellenwert, den sie verdient haben, damit hätten wir schon einen grossen Schritt in die richtige Richtung getan.

Geben wir der Familie wieder eine Chance, denn dass was du sagst, das ist schon so, wenn man im Hintergrund eine Familie hat, die einem auffängt und unterstützt, dann muss man auch nicht abtreiben, wer alleine ist und überfordert, der wird viel eher zu diesem Schritt tendieren.

Es grüsst dich
Jolanda


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