Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @ Jörg & all (betr. Abtrrr...grkkgrrkkclick)

Jörg , Sunday, 15.06.2003, 23:56 (vor 8270 Tagen) @ Andreas (der andere)

Als Antwort auf: @ Jörg & all (betr. Abtrrr...grkkgrrkkclick) von Andreas (der andere) am 15. Juni 2003 19:02:03:

Hallo Andreas!

sach ma' ... wie wär's denn, das Forum umzubenennen, z.B. "Abort Pro & Contra"? In dieser Hinsicht herrscht hier jedenfalls mehr Betrieb als bei "ProLife", da wär das jetzt wohl an der Zeit für den Namenstausch!
...

Worüber konkret diskutiert wird, hängt eigentlich in erster Linie von
den Interessen der Forumsteilnehmer und weniger von meiner Wenigkeit ab.

Wenn man meint, daß ein Thema quasi ausgelutscht ist (ich kann diesen
Standpunkt übrigens durchaus nachvollziehen), wäre es aus meiner
Sicht das Beste, wenn man einfach ein neues Thema ins Spiel bringt.

Und ein ernster Vorschlag an andere: Würden die Kampfhähne und -hühner mal einen Moment mit dem Hacken und Krähen aufhören, könnten sie vielleicht auf den Gedanken kommen, daß trotz des möglichen (und real existenten) Mißbrauches mit der Abtreibung es durchaus Indikationen gibt, die für die Option eines Aborts sprechen. Bisweilen liegt so etwas ja sogar im Interesse des Mannes und ist nicht als von kriminellen Motiven geleitetes Delikt zu betrachten. Ich glaube sowieso, die Diskussion entzündet sich eher an der Frage der Möglichkeit einseitiger Machtausübung als an der Abtreibung selbst. Ist das etwas differenzierter so schwer zu formulieren?

Eine stärkere Differenzierung wäre in der Tat wünschenswert.

Da ist leider noch einen Haken, aber von dem wird wahrscheinlich keiner der Streithähne was hören wollen: Die Frage der Abtreibung als "Gender"-Problem wird niemals zu einer Lösung kommen. Das liegt in der Sache selbst: Egal, wer entscheidet - bei gegensätzlichen Ansichten wird es immer zu einer Ungerechtigkeit kommen. Liegt alle Entscheidungsgewalt in den Händen der Frau, fühlen sich die Männer (berechtigterweise) übergangen, sollte die Entscheidung von ihnen abhängen, würden die Frauen (nicht weniger berechtigt) über mangelnde Selbstbestimmung klagen. Ich glaub, die ganze Diskussion hat vielleicht weniger mit Abtreibung selbst als mit der Macht zur Selbstbestimmung zu tun. Kann es diese Diskussion so irgendwohin führen? Hat irgend jemand ein wirklich für alle Seiten gerechtes Konzept, und wie sieht das aus? Hier gibt es argumentativ und sprachlich gut durchdachte Statements - schade, daß die Positionen dazu zwingen, sich andeinander aufzureiben!

Das gegenseitige Beharren auf starren Positionen führt leider dazu, daß
sich diese Positionen immer weiter verfestigen.

Vielleicht wäre es ganz sinnvoll, wenn der eine oder andere mal versuchen
würde, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das muß man
auch nicht unbedingt gleich öffentlich tun. Es kann jedoch dabei helfen,
das eigene Sichtfeld zu weiten.

Gruß, Jörg


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