Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nicht nur Kaffeesatzleserei - CEDAW als Einnahme des GMs für feministische Zwecke

Eugen, Tuesday, 27.07.2010, 23:58 (vor 5647 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Ganz genau! Zumindest versuchen ein paar Leute in kleinen Schritten
politisch und meinungsbildend etwas zu bewegen.

Zu denen zähle ich mich auch, z.B. mit der Erarbeitung und Veröfentlichung meines Buchbeitrages zum Gender-Mainstreaming.

Wer, wie du im Ausgangspost zitierst, aber so etwas schreibt:

"Gender-Mainstreaming ist in seiner wahren Bedeutung keine Fördermaßnahme spezifisch der Geschlechter.
Das sagt der Begriff schon selbst. Es geht darum Geschlechter zu einem Hauptstrom zu vereinen. Ansicht des GM ist, dass es keine Geschlechter gibt. Einzig durch unterschiedliche Erziehung kommt es zu Männern und Frauen. Daraus folgert das GM, dass es genau so gut möglich ist Menschen mit einem Penis zu Frauen zu erziehen und Menschen mit einer Vagina zu Männern zu erziehen. Das ist allerdings nicht das Ziel, sondern die Schaffung eines Einheitsgeschlechts. Das ist der echte Kern des Gender Mainstreamings und nichts anderes

der dichtet sich einfach etwas zusammen. Nicht mal die ethymologische Deutung daran stimmt.

... und wahrscheinlich wieder so eine sinnlose Mühe, weil es keiner lesen wird?

... keiner? Doch, einer, den es interessiert schon. Da haben wir doch eine bilderbuchhaft einseitige Anwendung, eine feministische Vereinnahmung von GM, die ich immer beklage und die, ganz nebenbei, mit "Geschlechtsumwandlung" rein garnichts zu tun hat. Gender mainstreaming wird hier als Handlungsanweisung beschrieben und eingefordert, zur Legitimierung einer geschlechtsspezifische Maßnahme, zugunsten von Frauen, versteht sich.

Wenn man sich damit begnügt, das festzustellen, dann hat man immerhin einen Handlungsansatz aus männlicher Sicht. Wenn man GM aber als den Versuch der Geschlechtsumwandlung oder ähnliches beschreibt, dann hält man nur heiße Luft in der Hand.

Gruß, Eugen


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