Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Nicht nur Kaffeesatzleserei der AG Männer / Piraten

Eugen, Monday, 26.07.2010, 17:25 (vor 5649 Tagen) @ Narrowitsch

Soweit gehe ich 100 % mit.
Auch das sehe ich genau so und nicht anders.
Auch unbedingt richtig.

So weit so gut ;-)

GM wurde zu einer
zweiten
Schiene der Frauenförderung gemacht.


Das sehe ich völlig anders. Peking und nachfolgende Veranstaltungen
zeigen, dass deren InitiatorInnen das Ziel GM als Ergänzung zur
(feministischen)Frauenpolitik verstanden wissen wollten und wollen.

Kein Widerspruch. Worauf es ankommt: was daraus wurde.

GM war womöglich als propagandistischer Winkelzug gedacht, der eine
Art real existierender Feminismus mit nunmehr menschlichem Antlitz in die
Welt setzen sollte.

Für solche Absichten finde ich keine Anhaltspunkte.

Feministinnen haben die Gender-Absichtserklärung nicht
vereinnahmt, sondern als "menschelnden" Agitatationsklapperatismus
zur Legitimation einseitiger Frauenförderungen auf die Welt losgelassen.
Und nicht nur zum Zwecke der Förderung, sondern auch für vorrangig
frauenfreundliche, frauenfokussierte Sichtweisen in Politik, Wirtschaft,
Medien, Justiz und vor allem in der Bürokratie.

Oder sind mir Dokumente durch die Lappen gegangen, die anderes beweisen?

Es ging nie um etwas anderes als Frauenförderung, auch in dem Sinne wie du es schreibst. So viel ist klar. Aber das Einsickern des GM von der UN über die EU bis ins BMFSFJ zeigt schon, dass dieses Progarmm sozusagen nachträglich als nützlich angesehen wurde, neue Zweige der Frauenförderung aufzumachen, zumindest von einer Hälfte der Politfeministinnen. Die andere hat es zunächst abgelehnt, weil sie befürchtet hatte, damit solle die Frauenförderung ersetzt werden. Völlig unbegründet, wie sich rasch zeigte.

Im Übrigen halte ich nichts , aber auch gar nichts von gesellschaftlichen
Wettkämpfen um beste rhetorische Leistungen, für die Fördertöpfe als Preis
winken.

Darum geht es (mir) allerdings überhaupt nicht, wenn ich sage, dass ein geschlechtsspoezifischer Blick der Politik nicht unbedingt schlecht ist.

Z.B.: Die Jungen schiffen im (staatlichen) Bildungssystem ab. Trotzdem werden weiter nur Mädchen gefördert. Das regelt der freie Markt also mitnichten. Warum? Weil die Politik auch nicht "frei" ist. Sie ist besetzt - von Interessen. Da muss man also fordern, dass die Politk speziell die Jungen in den Blick nimmt. Mit dem Buhlen um Subventionsbrosamen für feministische Tarrotkurse sollte das eigentlich nichts zu tun haben.

Gruß, Eugen


gesamter Thread:

 

powered by my little forum