Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Genderismus versus Gender-Mainstreaming

Eugen, Monday, 26.07.2010, 23:23 (vor 5648 Tagen) @ Mus Lim

Ich plädiere zunächst dafür, die Begriffe Genderismus und Gender
Mainstream zu unterscheiden.
Gender Mainstream ist das politische Programm, mit dem Genderismus
durchgesetzt werden soll, also "mainstreaming a gender perspective in all
policies and programmes".

und das ist eben auch (d)eine reine Privatmeinung.

GM ist ein ganz offizielles, inzwischen gesetzlich verankertes Programm. Genderismus ist ein Begriff, den die Kritiker der sogenannten gender-theorie verwenden und sonst nichts.

Die Übersetzung "einen geschlechtersensiblen Blickwinkel in das politische
Handeln einbringen" ist aber problematisch, weil das neutral danach klingt,
dass "geschlechtersensibel" Interessen von Männern und Frauen
Berücksichtigung finden sollen. Dem ist aber gar nicht so. Nach der
Ideologie des Genderismus ist die Abschaffung des Männlichen und des
Weiblichen das Ziel.

Ich kann dir genau sagen, wo das mit dem geschelchtersensiblen Blick steht. Aber in welchem Gesetz steht etwas von der Abschaffung des Männlichen und des Weiblichen?

Das eben wird durch die verquaste Sprachweise zugekleistert. Gender
Mainstream ist das politische Durchsetzungsprogramm der Ideologie
Genderismus, und nicht etwa eine "geschlechtssensible Sichtweise".

Deine Interpretation. Kann sogar sein, dass die "Genderisten", wer immer das sein mag, sich auf GM berufen, aber das ist Thronräuberei. Und komme mir bitte nicht mit Money und Reimer.

GM wird natürlich von Feministinnen für ihre Zwecke instrumentalisiert, im
Sinne von Frauenförderung. Aber mit GM wird auch die Dekonstruktion von
Mann, Frau und Familie betrieben. Das findet sich in der Erziehung in
Kindergarten und Schule statt und in der Legalisierung von Adoption in
lesbischen Lebenspartnerschaften.

Das wüsste ich gerne genauer. Wer beruft sich im Kindergarten jemals auf GM? Was hat die Legalisierung von Adoption in lesbischen Lebenspartnerschaften mit GM zu tun? Nichts, wenn du mich fragst. Aber mich fragt ja niemand, weil jeder es ganz genau weiß.

Es langt mir mal wieder. Das ist fast schlimmer als gegen Feministinnen zu argumentieren. Wer etwas glauben will, der glaubt es. Auch hier.


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