Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gender-Mainstreaming und Kaffeesatzleserei im Forum der AG Männer / Piraten

Eugen, Monday, 26.07.2010, 12:37 (vor 5649 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

"Gender-Mainstreaming ist in seiner wahren Bedeutung keine
Fördermaßnahme spezifisch der Geschlechter.
Das sagt der Begriff schon selbst. Es geht darum Geschlechter zu einem
Hauptstrom zu vereinen.

Es scheint ein Merkmal des gender-mainstreaming zu sein, dass Jeder und Jede, Befürworter wie Gegner, GM als das ansehen, was sie glauben, was es ist, oder was sie glauben, dass andere glauben, was es ist, oder was sie nicht wollen, dass es sei. Das trifft auch auf die obige Deutung zu, die lediglich eine private Sichtweise wiedergibt, die historisch jedenfalls nicht legitimiert ist.

"Historisch leitet sich die sperrige Bezeichnung aus einer Forderung des Weltfrauentages in Peking 1995 ab: “mainstreaming a gender perspective in all policies and programmes”, also etwa: „einen geschlechtersensiblen Blickwinkel in das politische Handeln einbringen“." (*)

Selbst als ein Gegner des GM kann ich einen solchen(!) Ansatz nicht pauschal verurteilen. Man kann nicht alles über einen Kamm scheren, und wenn es z.B. spezifisch männliche Gesundheitsrisiken gibt, dann ist Männern nicht geholfen, wenn man ihnen eine pauschale oder sogar defizitäre Gesundheitspolitk zumutet.

Das Problem ist nicht GM, sondern seine völlig einseitge Vereinnahmung durch Politfeministinnen und deren Steigbügelhalter. Es gibt nämlich keine "gender perspective in all policies and programmes" sondern schlicht nur Frauenförderprogramme unter diesem Namen, dh. GM wurde zu einer zweiten Schiene der Frauenförderung gemacht.

Deswegen wieder mal mein Hinweis:

(*) "Schöne neue durchgegenderte Welt - Anspruch und Realität der Gender Mainstreaming Ideologie" in dem Buch "Der Staat als Super Super Nanny".
Das Buch ist bei der Friedrich Naumann Stiftung erschienen und kann dort kostenlos bestellt oder als Dokument herunter geladen werden. Hier der Link:
http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php/_c-618/_nr-10380/i.html

Gruß, Eugen


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