Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Genderismus versus Gender-Mainstreaming

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 00:58 (vor 5648 Tagen) @ Eugen
bearbeitet von Mus Lim, Tuesday, 27.07.2010, 01:17

Ich plädiere zunächst dafür ...

und das ist eben auch (d)eine reine Privatmeinung.

Darf man hier nicht mehr seine (Privat)Meinung sagen, oder was?
Ich habe doch überdeutlich geschrieben "Ich plädiere für" und nicht "Ich verkünde Euch die Wahrheit über".

In dieser Form werte ich Ihren Einwurf als Argumentum ad hominem.

Ich kann dir genau sagen, wo das mit dem geschlechtersensiblen Blick
steht. Aber in welchem Gesetz steht etwas von der Abschaffung des
Männlichen und des Weiblichen?

In welchem Gesetz stand nochmal der Holocaust?
Es ist auch in keinem Gesetz die Zerstörung der Familien niedergeschrieben, und doch ist das eine politische Realität.
Es gibt auch kein Gesetz, in dem die Abschaffung der Demokratie geschrieben steht, und doch erleben wir die Einschränkung von Bürgerrechten, die Verlagerung von parlamentarisch kontrollierten Entscheidungen auf europäische Eben und vieles andere mehr.

Also diese Fixierung auf den Buchstaben des Gesetzes empfinde ich als kafkaesk.

Das eben wird durch die verquaste Sprachweise zugekleistert. Gender
Mainstream ist das politische Durchsetzungsprogramm der Ideologie
Genderismus, und nicht etwa eine "geschlechtssensible Sichtweise".


Deine Interpretation.

Danke für die (ungefragte) Belehrung. Ich wusste gar nicht, dass es MEINE Interpretation ist. Jetzt bin ich (durch Ihr erklärendes Wort) erleuchtet und der Abend ist gerettet.

Kann sogar sein, dass die "Genderisten", wer immer
das sein mag, sich auf GM berufen, aber das ist Thronräuberei. Und komme
mir bitte nicht mit Money und Reimer.

Was soll das jetzt werden?
Verstehe ich das richtig so, dass Sie behaupten im Umkehrschluss hat GENDER Mainstream überhaupt nichts mit "Genderisten" und "Genderismus" zu tun?!??
So etwa wie Rassengesetzgebung ohne "Rassisten" und "Rassismus"?!??
Oder wie "Fünfjahresplan" ohne "Sozialismus"!

So ganz werde ich nicht schlau daraus, worauf Sie mit Ihrer Belehrung und Zurechtstutzen meiner Person (das ist (nur) Deine Meinung) hinaus wollen.

GM wird natürlich von Feministinnen für ihre Zwecke instrumentalisiert,

im

Sinne von Frauenförderung. Aber mit GM wird auch die Dekonstruktion von
Mann, Frau und Familie betrieben. Das findet sich in der Erziehung in
Kindergarten und Schule statt und in der Legalisierung von Adoption in
lesbischen Lebenspartnerschaften.

Das wüsste ich gerne genauer. Wer beruft sich im Kindergarten jemals auf
GM?

Wollen Sie mich für dumm verkaufen oder wie einen Leerjungen behandeln?

Wer beruft sich im Straßenverkehr auf die Straßenverkehrsordnung?!?? Niemand! Die StVO wird allenfalls von Versicherungsvertretern, Anwälten und Richtern bemüht, im praktischen Verkehrsgeschehen spielt die keine Rolle und alle verhalten sich möglichst so, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht verletzt oder behindert werden.

Und genau so wird sich im Kindergarten niemand explizit auf GM berufen, aber de facto werden Erzieherinnen in Kindergärten pädagogische Konzepte anwenden, die auf die Überwindung von Geschlechterrollen hinauslaufen. Pädagogisches Material, das verwendet wird, wird zunehmen durchgegendert, von Genderisten verfasst. Ich erinnere mich noch an die Genderaufstand in Hamburg, wo es um ein Pixibuch ging, das den Genderpolizisten der Grünen Partei nicht genderkonform erschient.

Was Sie hier vortragen (meine Privatmeinung! damit Sie nicht wieder explizit darauf hinweisen müssen), erscheint mir wie die Leugnung des Offensichtlichen.

Was hat die Legalisierung von Adoption in lesbischen
Lebenspartnerschaften mit GM zu tun? Nichts, wenn du mich fragst. Aber mich
fragt ja niemand, weil jeder es ganz genau weiß.

Es muss auch niemand fragen, weil hier im Forum ein jeder ungefragt seine Privatmeinung (sic!) äußern darf. Oder brauchen Sie eine Extraeinladung?!??

Ich habe extra Adoption in "lesbischen" Lebenspartnerschaften geschrieben, statt "gleichgeschlechtlichen", weil mir schon klar ist, dass hier auch wieder Frauenförderung betrieben wird, in der Form, dass zumeist nur Lesben davon profitieren werden und nur in wenigen Fällen Schwule.

Nichtsdestotrotz hat das auch mit Genderismus zu tun, weil Familie und Väter dekonstruiert werden, nach dem Motto "Wir Frauen sind so gut, dass wir die Vaterrolle gleich mal mit übernehmen".

Es langt mir mal wieder. Das ist fast schlimmer als gegen Feministinnen zu
argumentieren. Wer etwas glauben will, der glaubt es. Auch hier.

Ihr Argumentum ad hominem langt mir. Und wenn Sie über Glaubensfragen diskutieren wollen, dann gehen Sie doch bitte in eine Moschee oder in keine Kirche.

Die Dinge sind nicht so eindimensional, wie manche es gerne hätten. Auch Kapitalismus hat nicht nur mit Profit zu tun. Es geht auch um Macht und ein paar andere Kleinigkeiten. Ähnlich ist es mit Gender Mainstreaming auch.

Ich habe fertig - Mus Lim

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