Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Geschlechterrollen- von mir aus auch Identität ;-)

susu, Tuesday, 10.02.2004, 04:11 (vor 8032 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: Re: Geschlechterrollen- von mir aus auch Identität ;-) von Anti-Sexistin am 08. Februar 2004 19:07:12:

Holla Anti-Sexistin

Ich mag den Sprachduktus von Butler. Er ist so schön straight.

Der Satz kommt in meine "Coole Sätze über Butlers Schreibstil"-Sammlung. Da gibt´s bis jetzt Gauntlett "Her writing style is like an explosion in a dictionary factory" und Wilchins "Butler is one of the most important american theorists on the subject of gender. Sadly her work has not yet been translated to English".

Die Gesten sind nicht überschaubar und der dahinter stehende Machtbegriff wäre überhaupt des ein oder anderen reflektierten Posts wert.

Stimmt. Und gerade diese Analyser wäre in diesem Kontext enorm wichtig, weil die bürgeliche Geschlechterordnung gerade die formalisierten Machtbereiche dem "männlichen" zuweist und dementsprechend informelle machtbereiche (die schwerer explizit zu benennen sind) dem "weiblichen".

Genetisch ist leider zu verkürzt. DNA ist ja eine nette Sache, nur die Transkription und die Translation - spätestens da wird es schon arg eng.

Stimmt. Aber das ist eben die Grenze der Theorie. Solange klar ist, daß der Begriff "genetisches Geschlecht" schon am Proteom seine Grenze besitzt, ist der Begriff für einen sehr eingeschränkten Bereich nutzbar. Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Biologischen Geschlechtsbegriffe, die jeweils für sehr spezifische Teilbereiche gelten und nicht deckungsgleich sind. (Garfield - falls du das ließt, die 40% sind nicht mehr aktuell, wir reden eher von 90%-95%)

>Definitiv. Geschlecht ist eine nicht bijektive Abbildung.<<

Das wäre auch ausgesprochen langweilig (*argh* altes Theodizee-Argument).[/i]

Im Sinne von: Wer will schon ewig leben, wenn im Himmel nix passiert?
Muß ich stärker formulieren: Nicht Injektiv. (Über Surjektivität ließe sich streiten - Gibt es Geschlechter, die keine Urbilder, also Einzelpersonen die sie verkörpern, besitzen?)

Das mit Dis-Ident leuchtet mir ausgesprochen ein. Vielleicht benenne ich mich mal in anti-sexistic person um, bevor eine bipolare Nick-Idiosynkrasie entsteht. *g*

*g*

susu (grüßend und "Geschlecht sucht Ärger"-T-shirt tragend)


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