Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Geschlechterrollen- von mir aus auch Identität ;-)

susu, Sunday, 08.02.2004, 19:39 (vor 8033 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: Re: Geschlechterrollen- von mir aus auch Identität ;-) von Anti-Sexistin am 07. Februar 2004 17:09:07:

Huhu Anti-Sexistin

na endlich mal jemand, der zumindest Thema/Rhema draufhat! Wie definierst Du Deine Semantik: w oder m? *malneugierigfrag*

Der Sprachduktus in diesem Posting kommt eindeutig von Butler, die ja ein "Mann ihrer Zeit" ist (müste noch mal gucken, ob das so in der Süddeutschen, oder der Frankfurter Allgemeinen stand). Das "diggen" das Jargons mag auch als Referenz zu Meinecke herhalten. Ich weiß nicht wie meine Sematik lesbar ist, ich glaube/hoffe da ist alles möglich.

D'accord. Auf andere Diskurse will ich dabei ja nicht verzichten in Sachen kritischer Reflexion, aber wie es mir hier zunächst scheint, liegt diesem Forum sehr viel an der Juristerei. Alte PR-Regel: Hole die Zielgruppe immer da ab, wo sie steht."

Zu bestimmten Theman hast du Recht, wobei es andere Themen gibt, die nicht so legalistisch orientiert sind. Hängt aber auch mit der Betrachtungsweise von Macht zusammen, die oft nur dann berücksichtigt wird, wenn sie formalisierte Formen angenommen hat (sind eben mehrheitlich keine Poststrukturalisten hier).

>(eine detailierte Betrachtung des biologischen Kenntnisstandes zeigt, das sex ohnehin kein sinnvoller Analysebegriff mehr ist)<<

sowieso nicht. Weder genetisch noch hormonell, hirnforschungstechnisch schon gar nicht...[/i]

Genetisch schon - nur ist dieser Geschlechtsbegriff nicht binär.
Vieleicht hätte ich besser geschrieben kein umfassender, weil es durchaus im Rahmen einzelner Modelle sinnvolle Geschlechtsbegriff gibt, die nur eben nicht deckungsgleich sind.

Kein Prob. Aber hier scheinen das viele entgegen sämtlicher Kenntnisstände doch noch zu naturalisieren.

Stimmt. Das nervige dabei ist, daß sie gleuben, sie sein die, die auf dem Boden der Wissenschaft stünden.

Völlig d'accord. Allerdings würde ich noch gerne ergänzen, daß ich nicht bei jedem Gedanken, den ich hege ein per se weibliches, mit Kant gesprochen transzendentale Apperzeption mitdenke, insofern empfinde ich Sexismus auch als reduzierend.

Definitiv. Geschlecht ist eine nicht bijektive Abbildung.

>Predige ich seit 3 Jahren. Hört wer auf mich? (Ja, durchaus *g*)<<

Versteht Dich jemand? *g*[/i]

Wenn ich in meinen einfachen Sprachmodus einsetze schon. Früher habe ich nur so geschrieben wie in dem ersten Posting, diese Form nutze ich nur noch, wenn ich auf Leute stoße, die Butler gelesen haben. Da ist klar: Die kommen mit derartiger Sprache zurecht. Ansonsten bemühe ich mich das verständlich auszudrücken.

Nope, einige Transsexuelle mit bisexueller Ausrichtung bezeichnen sich als Neutren. Ist eine Szene-Begriff.

Szene von wo? Ich kannte den bis jetzt nicht, obwohl das im Grunde meine Szene ist (im schönen Rheinland). Und hier wäre die Selbstbezeichnung eher (wobei ich natürlich auch nicht alle kenne, aber in meinem Umfeld ist das so) "genderqueeres Irgendwas", oder "Jetzt gerade? Oder überhaupt?" und (den verwende ich) "Dis-Ident" (obgleich ich das Wort bisexuell nicht mag, weil es mit der Vorsilbe "bi" anfangt).

Logisch. Nur mach das mal dem Tanz um den Phallus hier klar.

I´ve spent the last 3 years of my life...

Mich langweilt es etwas, ständig diese weiblich/männlich-Sache zu diskutieren. Egal über welche anderen Dinge man auch immer diskutiert, die meisten Gespräche werden entweder psychologisiert oder auf solche Geschlechtsidentitäten zurückgebrochen. Wie öde!

Stimmt.

Meinst Du ernsthaft, ich pelle mich samstags aus dem Bett und lese meine Posts noch Korrektur? Aber schön, daß Du das für mich machst. Ich habe ein gesundes Maß an Faulheit.

Ich auch. Im Halschlaf würde ich eventuell auch mal Rolle tippen.

Grüße
susu


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