Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Geschlechterrollen

MalSehen, Sunday, 08.02.2004, 13:11 (vor 8034 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: Re: Geschlechterrollen von Anti-Sexistin am 07. Februar 2004 15:02:42:

Hallo Anti-Sexistin,
anscheinend hast du dir nicht die Mühe gemacht, hier erst einmal
hereinzuschnuppern. Dann wäre dir aufgefallen das die allermeisten
hier eben keine männlichen Alice Schwarzers sind..

Nein, das Leben findet nicht allein im Internet statt. Und ich lese nicht über 200 Archivseiten durch, bevor ich eine Meinung einbringe.

Damit hast du dich gerade selbst disqualifiziert. Erst machst du den Leuten hier Vorwürfe, das sie etwas falsch machen, dann outetst du dich als unbelesen. Davon das du 200 Seiten lesen solltest sprach auch niemand.

Grundsätzlich hast du natürlich Recht, das Rollenvorgaben für Frauen wie
für Männer grosser Mist sind. Das ändert aber nichts daran, das die Rollenvorgabe der Frau derzeit cal 100mal breiter angelegt ist als die des Männes, dem als einziger gesellschaftlich akzeptierter Weg der
(lächerliche) des einsamen furchtlosen Einzelkämpfers bleibt.

Gut, dann dürftet Ihr auch nichts gegen Frauennetzwerke haben...
Was Du da schreibst, setzt voraus, daß man auch für neue Rollen keinen Preis zahlt. Tut man aber. Wie z.B. die Doppelbelastung Kinder, Beruf (heute in der Regel mit Überstunden verbunden aufgrund der Arbeitsmarktlage) und last but not least Partner.

Und schon kommt das zweite Eigentor. Dein Partner, der mit dir Kinder hat, ist also eine Belastung in deinen Augen. Du arme Frau, so belastet, wie konnte dich die Gesellschaft (die überiwegnd aus Frauen besteht) blos so alleine lassen. Ich plädiere dafür dir eine staatlich subventionierte Tränentrocknerin abzustellen.

Bezügl der Argumente, das nur 5% der Frauen in Chefetagen sitzen bist du
sogar selber feministischer (gut, eben sexistischer) Propaganda zum, Opfer gefallen.
Natürlich missgönnt niemand hier einer Frau die Chefetage- solange sie
aus LEISTUNG dahin kommt..und nicht bloss der Quote wegen wie derzeit.
Im Prinzip ist es sogar für die Frau selber bekloppt, denn selbst wenn sie es aus Leistungsgründen geschafft hat, muss sie sich den Quotenvorwurf gefallen lassen..sie tun sich also selbst keinen Gefallen damit.. es sei denn es ist ihnen wurscht und sie sind nur auf die Kohle aus..

Ja, das sind ein Haufen sexistischer Vorurteile gegen Top-Frauen. Ich selbst kenne genug, die es auf solche Spitzenpositionen aus Leistung und Begabung gebracht haben. Insofern wieder mal ein Vorurteil von vor über dreißig Jahren. Genau das ist eben das, was mir beim Überfliegen der Headlines hier so auffällt. "Alle Männer sind potentielle Vergewaltiger" war ein Werbeplakat aus den frühen 80er Jahren, das abgeschafft wurde aufgrund männlicher Proteste (zu Recht). Die Bundeswehr-Debatte ist gähnend uralt. Das permanente Gerede um "Mann" und "Frau" wird hier mittels völlig überholter Mechanismen zementiert anstatt mal die grundlegenden sexistischen Grundlagen beiderlei Unterdrückung offenzulegen und dort anzugreifen. Genau deshalb mein Thread.

Dein Thread bezieht sich doch nur darauf bestehende Ungerechtigkeiten endlich zu Zementieren und dies als Basis aller neuen Optionen zu sehen. Solange es in diesem land staatlich legitimierte positive Diskriminierung zu Gunsten von Frauen gibt, solange ist ein solcher Diskurs undenkar.
Auch dein ewiges Gleichmachereigerede ist nervtötend. Diese Art von Gleichmacherei betreibt man bei Sardienen, die in die Dose sollen, da beginnt die Gleichmacherei mit Kopfabschneiden an.

In diesem Sinne..Vorurteile für alle.
Leser

Gruß
Anti-Sexistin

Solange deine Perspektive die einer verwöhnten Göre ist, die nicht über sich selbst reflektieren kann, solange kann mir dein Appell gestohlen bleiben.

Grüße
MalSehen


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