Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die Wirklichkeit ist wohl eine 'patriarchale Erfindung'?

Garfield, Tuesday, 21.12.2004, 11:18 (vor 7716 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Die Wirklichkeit ist wohl eine 'patriarchale Erfindung'? von Tran am 20. Dezember 2004 19:40:24:

Hallo Tran!

Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich bin selbst mittlerweile auch verheiratet, allerdings ist meine Frau ebenfalls auf Vollzeit berufstätig, möchte momentan keine Kinder und dürfte auch aus medizinischen Gründen im Moment keine bekommen. Da bin ich also zumindest zur Zeit auf der sicheren Seite, mal ganz abgesehen davon, daß ich ihr auch kein so schäbiges Verhalten zutrauen würde, genau wie du es deiner Partnerin ja auch nicht zutraust.

Aber schlimm ist eben, daß man als Mann da heutzutage nie 100%ig sicher ist.

"Was gehen mich die Medien an, ich geh sowieso meinen eigenen Weg. Das Verhalten zwischen Mann und Frau geht meiner Meinung nach niemanden etwas an. Da hat sich sowohl der Staat herauszuhalten als auch irgendwelche Zeitschriften mit Tips und in-und-out-Listen."

Das ist schon mal gut, wenn du das so siehst. Aber das allein reicht nicht. Deine Frau muß nämlich dieselbe Einstellung haben.

Es heißt immer, daß die Männer in Beziehungen zu wenig reden und damit oft die Lösung von Problemen behindern würden. Nach meinen persönlichen Erfahrungen und auch nach dem, was ich immer wieder höre und lese, sind es tatsächlich aber eher die Frauen, die aus einem überzogenen Harmonie-Bedürfnis heraus davor zurück scheuen, über Beziehungsprobleme zu reden. Sie wollen Friede, Freude und Eierkuchen haben, und deshalb versuchen sie oft, Probleme totzuschweigen. Zumal ihnen oft auch schon klar ist, daß sie zur Lösung der Probleme auch ihre eigene Trägheit überwinden müßten.

So kann es also kommen, daß eine Frau sich in ihrer Beziehung oder Ehe unglücklich fühlt. Aus Angst vor unangenehmen Auseinandersetzungen mit dem Partner sagt sie ihm aber nichts davon. Er denkt also, daß alles in Ordnung ist. Sie fühlt sich aber immer unglücklicher, und wenn sie jemand anderen kennenlernt, ist da plötzlich alles wieder neu, spannend und aufregend. Und schon geht sie fremd.

Dann hat sie das Gefühl, sich zwischen ihrem Partner und ihrem Liebhaber entscheiden zu müssen, vielleicht auch, weil ihr Liebhaber sie dazu drängt. Und nun kommt ihr der Schwachsinn, den sie in den Medien immer wieder gehört und gelesen hat, gerade recht. Das übernimmt sie nun plötzlich gern, um sich selbst und andere davon zu überzeugen, daß sie selbst ja völlig schuldlos an den Beziehungsproblemen ist. Der Partner bekommt nun an allem die Schuld zugewiesen und wundert sich dann, wenn er plötzlich einen Abschiedsbrief voller Vorwürfe findet.

"Aber da gibts ja noch die Möglichkeit zu studieren."

Werden mittlerweile nicht schon Studiengebühren für Langzeit-Studenten erhoben?

Freundliche Grüße
von Garfield


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