Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Unverständnis

Gast316, Monday, 20.12.2004, 09:54 (vor 7717 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Unverständnis von Nick am 20. Dezember 2004 00:52:32:

Hallo Nick,
ich bin auch für Freiheit. Bin aber trotzdem bzw. gerade deshalb dafür , daß es bei jeder Geburt einen Vaterschaftstest geben sollte.

Bin der Überzeugung daß es auch positive Kontrolle gibt und nicht nur negative Kontrolle.
Es scheint eine Menge Leute zu geben für die Kontrolle ein rotes Tuch und immer negativ ist.

Die Unmoral (hier: Verrat nach Vertrauen usw.) heutzutage, hat es leider nötig gemacht daß Dinge kontrolliert werden müssen bei denen zu früheren Zeiten Vertrauen noch ausreichte.

Eine Wahrheit in allen Lebensbereichen ist z.B. daß die Funktion die Form bestimmt. (Es gibt keine Autos mit nur einem Rad...) Dies trifft auch auf Grenzen und Freiheiten zu und auch auf Spielregeln und die Einhaltung dieser Spielregeln. Was nützen Spielregeln wenn nicht aufgepaßt und dafür gesorgt wird daß sie eingehalten werden?
Das Recht tritt dann auf den Plan wenn die Disziplin bzw. die Ethik (Vernunft) des Einzelnen versagt hat sich selbst von Dingen abzuhalten die gegen die (auch ungeschriebenen) Spielregeln verstoßen. Natürlich sollte der Druck (Maßnahmen wie positive Kontrolle, oder, wenn alles nichts genutzt hat, Strafmaß,) von rechtlicher Seite her nicht unverhältnismäßig hoch sein, sondern nur eine Spur stärker als "der innere Schweinehund" der Person.
Daß bisher fast immer Mißbrauch mit der Anwendung von Recht geschehen ist (da gebe ich dir recht), darf nicht dazu führen auf Recht ganz zu verzichten.
Es gilt, das Recht zu verbessern, nicht, es abzuschaffen.

Dein Beitrag war so gigantisch groß, daß ich aus Zeitgründen hier nur zu diesem Aspekt etwas sagen konnte/wollte. Aber Respekt vor deiner riesigen Auseinandersetzung mit dem Thema! Kann da natürlich nicht ohne weiteres folgen da ich mich lediglich durchschnittlich damit auseinander gesetzt habe!
Nur soviel vielleicht noch: Ich habe auch seit ca. 1975 eine grundsätzliche Haltung dem Feminismus gegenüber. Ich könnte jetzt auch sagen (habe dich so verstanden, daß Du das so meinst) daß ich mich nicht mehr mit dem immer neuen Schrott des Feminismus' auseinander setze da ich ja damals schon die Wahrheit gesehen und meinen Standpunkt eingenommen habe, und daß es sklavisch ist auf diesen neuesten Müll überhaupt einzugehen usw. Ich denke aber daß es legitim und menschenfreundlich ist, sich trotz dem "Ich hab' es euch ja damals schon prophezeit" auf diesen Dreck einzulassen. Es ist meiner Meinung nach nötig, auch auf dieser Ebene etwas dagegen zu unternehmen. Jedenfalls weiß ich keine bessere Lösung oder Vorgehensweise. Zwischendurch überkommt einen natürlich die Idee, alles untergehen zu lassen, nach dem Motto "Sie werden an ihrem eigenen Dreck ersticken und diejenigen die das mitmachen/mitmachten haben es nicht anders verdient. Ich kann mir also in Ruhe den Untergang des Abendlandes ansehen...")

Gruß
Gast316


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