Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die Wirklichkeit ist wohl eine 'patriarchale Erfindung'?

Eugen Prinz, Monday, 20.12.2004, 20:28 (vor 7716 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Re: Die Wirklichkeit ist wohl eine 'patriarchale Erfindung'? von Tran am 20. Dezember 2004 16:28:45:

Guten Tag Eugen!
Vielen Dank für die wohlgemeinten Worte. Ich bin jedoch der Meinung das Du hier zwei grundlegenden Irrtümern erliegst. Der erste ist das Du der Meinung zu sein scheinst das alle Frauen gleich sind, uns Männern nur schlechtes wollen. Diesen Punkt sehe ich anders.

Aber nein! Mein Wahlspruch ist: "Ehret die Frauen, sie flechten und weben ... himmlische Rosen ins irdische Leben."

Aber etwas ernsthafter: Ich denke durchaus nicht, dass sie alle gleich sind und weiß das auch aus eigener Erfahrung. Ich beobachte vielmehr - rein statistisch - eine ungleich höhere Bindungsunfähigkeit bei den Frauen (höhere Scheidungsbereitschaft, geringere Bereitschaft sich wieder zu verheiraten, häufigeres Fremdgehen). Meine Privatmeinung spielt gar keine Rolle.

Der zweite Irrtum:

Für den Mann fängt die Beziehungsarbeit dann eigentlich erst an: Buchstäblich - weil er damit konkrete Unterhaltsverpflichtungen eingeht, die sich nicht damit erschöpfen, dass er seiner Richtigen ab und zu ein paar Witze erzählt.

Diese "Beziehungsarbeit" ist völlig normal und gilt für beide Partner.[/i]

Ganz richtig. Aber mit welchen Konseqenzen für wen? Was kannst du machen, wenn die Deine sich im Haushalt zur Schlampe und im Bett zu einer Null entwickelt, dir z.B. ab der vierten Ehewoche eine sexuelle Nulldiät verordnet? Sowas soll tatsächlich schon vorgekommen sein. Da geht es los, mit der Beziehungsarbeit, wenn du nicht auf Handbetrieb umstellen willst.

Ich gehe aber eben nicht davon aus das wir uns jemals wieder trennen werden. Und falls doch? Nun, ich weiss bei Dir schaut das anders aus, aber ich für meinen Teil kann eine Ehe mit anschliessender Trennung eher verkraften, als wenn ich von vornherein auf die Liebe verzichte.

Freilich schaut das bei mir anders aus. In meiner Brust schlägt ein Quarzoszillator und an anderer Stelle glüht ein Lötkolben. Aber auch ein Roboter hat Gefühle ;-) Wer hat was davon gesagt, auf die Liebe zu verzichten?

Selbst wenn ich davon ausgehen könnte das diese Beziehung (von heute an) nur noch 5-6 Jahre halten und in dieser Zeit glücklich (oder zumindest zufrieden) verlaufen würde, wäre es mir "die Sache" wert.

Hm, kommt darauf an, wie die Trennung aussieht. Erst danach weiß man, ob es die Sache wert war. Kein Grund, die Sache deswegen bleiben zu lassen. Aber es ist letztlich ein Handel. Was investiere ich? Was bekomme ich? Ich erkenne den Frauen eine natürliche Meisterschaft in dieser Sichtweise zu. Sehr populär beim Weibsvolk war z.B. die Auffassung einer gewissen Gabi Hauptmann (sic!): Die Frau, die nach der dritten Scheidung noch keinen Porsche fährt, hat einen Fehler gemacht. Nun wirst du sicher entgegenen, dass du keinen Porsche zu vererben hast...

So, und nun geh hin und schimpf mich ruhig einen Idioten, wenn Du magst. Ich bin mir sicher das richtige zu tun, auch wenn´s das falsche sein sollte. Tran

Aber, aber. Das ist hier eine harmlose Diskussion im Internet ... und kein Grund ausfallend zu werden, meine ich. Und was deine Risikobereischaft betrifft - ich trinke ja auch mal einen über den Durst, obwohl ich weiß, dass es mir u.U. danach übel ergeht.

Alsdann, Prost!
Eugen

PS: Nach (deinen Antwort)Punkten bist du natürlich schon so gut wie geschieden, das ist dir doch hoffentlich klar ;-)


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