Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @ Nick (spätes Reply)

Andreas (der andere), Tuesday, 27.04.2004, 21:15 (vor 7955 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: ...die treibt einfach ab @ Pokemon von Nick am 27. April 2004 15:04:58:

"index.php?id=18283"

Hi Nick,

lang ist's her (zum Glück gibt es ein Archiv ;-), und irgendwie ist mir damals Deine Antwort entgangen (oder ich habe sie nur vergessen). Ich wollte nur kurz sagen, daß ich Deiner Argumentation zustimme. Ich weiß nicht, ob ich damals anders geantwortet hätte, oder wie weit sich meine Ansichten dahingehend gewandelt haben. Prinzipiell kann man es vielleicht in zwei Aussagen zusammenfassen:

1. Das Leben der Wehr- und Sprachlosen (aber auch aller anderen) ist nicht verhandelbar.

2. Die Fragen nach "emanzipatorischer Selbstbestimmung" und "Recht auf Leben" müssen unbedingt entkoppelt werden und dürfen nicht als übergreifender Themenkomplex behandelt werden.

Selbstbestimmung kann nur dann wahrgenommen werden, wenn man die Konsequenzen seines Handelns vorher abschätzen kann. Abtreibung als Option bedeutet - abgesehen von wirklichen Vergewaltigungsopfern - das Gegenteil, da sie von der Notwendigkeit, vorauszudenken, (scheinbar) befreit und statt dessen die "Konsequenzen" der Bedeutungslosigkeit anheim gibt. Die Verbindlichkeit dieser "Konsequenzen" allein ist es aber letztlich, die unsere Selbstbezeichnung als "zivilisierte und menschliche Gesellschaft" rechtfertigen würde. Eine Entscheidung wie die "Fristenlösung" hat daher nicht nur Auswirkungen auf das Leben der Ungeborenen, sondern auf die Verfaßtheit unserer Gesellschaft im Ganzen.

Ethik ist nicht verhandelbar!

Meine Meinung heute - nichts für ungut!

Einen herzlichen Gruß, Andreas (der andere)


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