Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Nein, nicht vergessen

Andreas (der andere), Friday, 18.07.2003, 13:35 (vor 8237 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Argumentationen von Odin am 17. Juli 2003 19:46:36:

Hi.

"Du vergißt, daß es bei der Frage nach den Gründen nicht darum geht, etwas zu rechtfertigen, sondern, solche Taten in Zukunft besser verhindern zu können!"

Nein, und ich stelle diese Umstände, die angeprangert werden, ja auch nicht in Frage. Es geht aber auch gar nicht darum, daß ich die Umstände, die Männer zu soetwas treiben, nicht wahrnehmen würde. Es geht darum, daß, noch bevor da ein Entsetzen über die Tat entsteht, der Geschlechteraspekt hochkommt: "Jaja, aber wenn Frauen das gemacht hätten ..." Natürlich sind Frauen zu soetwas in der Lage, kommen, wenn es um Strafen geht, dabei besser weg, und profitieren von den durch z.B. die Medien geförderten Geschlechterbildern in der Öffentlichkeit. (Und Dein zuletzt geposteter Fall - index.php?id=19069 - zeigt, daß es ein Augenverschließen und sich auf die "besonderen" Umstände des Geschlechts zu konzentrieren, ja auch von der anderen Seite gibt - und das ist auch nicht okay.) Ich kann mir auch durchaus vorstellen, wie man als Vater so weit kommen kann. Aber bei all dem ist es immer noch Mord, und zwar ein Vierfacher! Hinzu kommt, daß sehr vieles unbekannt ist, und es ist immerhin möglich, daß die Sache anders lag.

Ich bin nicht der Meinung, daß man seine Augen vor den Ursachen verschließen sollte. Aber es scheint, als würde die Empörung über die Ungleichbehandlung der Geschlechter vor das Entsetzen über die Tat selbst treten, und daß fände ich bedenklich.

Grüße, Andreas


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