Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Argumentationen

Lars, Thursday, 17.07.2003, 23:19 (vor 8238 Tagen) @ Andreas (der andere)

Als Antwort auf: Re: Argumentationen von Andreas (der andere) am 17. Juli 2003 16:00:18:

Hier geht´s doch eigentlich um ZWEI Fragen:

- Das eine ist die alte weltanschauliche gretchenfrage, ob es einen freien Willen und damit die volle Verantwortlichkeit des Individuums für seine Taten gibt oder ob unsere Handlungen durch äußere Faktoren (Kultur, Milieu; Erziehung; besondere Situationen) bestimmt werden. (Ich selber neige eher zu der zweiten Auffassung, aber das sollte hier gar nicht das Hauptthema sein, denn:)

- Der andere Punkt ist, daß man - egal welcher Auffassung man nun zuneigt - in der Argumentation KONSEQUENT sein sollte. Und es ists eben inkonsequent und unredlich, wenn Feministinnen bei einer MörderIN grundsätzlich milieutheoretisch argumentieren (= das Patriarchat ist indirekt schuld), bei einem MördER aber strikt von einem freiem Willen und damit der innewohnenden Bösartigkeit des Täters ausgehen, bzw. Erklärungsversuche für die Tat dann als perfide Rechtfertigung anprangern.


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