Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: 1 Jahr her - grotesk, absurd, pervers @ Eugen

Max, Sunday, 27.02.2005, 10:09 (vor 7647 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: 1 Jahr her - grotesk, absurd, pervers @ Rüdiger und Ferdi von Eugen Prinz am 27. Februar 2005 00:32:37:

Rüdiger, du bist ein Schatz - und auch Ferdi. Ich dachte schon, ich wäre hier alleine auf weiter Flur. Max scheint kennt den Begriff "Sicherheitsspielraum" nicht zu kennen. Das ist bedauerlich. Er sollte sich mal mit jemandem unterhalten, der sich über 20 Jahren mit Fragen der Verkehrssicherheit beschäftigt. Mit mir zum Beispiel. Seine Aussage betreffend die Unfallverursacher ermangelt leider jeder empirischen Grundlage. Man kann ein Auto oder die Straßen doppelt so sicher machen - die Unfallgefahr wird leider nicht halbiert, weil eine bestimmte Gruppe von Verkehrsteilnehmern diese Spielräume immer bis zum letzten ausnutzt. Das darf nicht sein. Dazu ist die Straße nicht da.
Eugen,
kategorisch!

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Hallo Eugen,

"Sicherheitsspielraum" - ich weiß, was das ist: Safer Sex in einem Swingerclub, stimmt´s?

Er sollte sich mal mit jemandem unterhalten, der sich über 20 Jahren mit Fragen der Verkehrssicherheit beschäftigt. Mit mir zum Beispiel.

...aber gerne. Ich beschäftige mich nämlich schon 27 Jahre damit und kann einen hübschen Erfolg vorweisen: Mehr als 2 Mio. Kilometer unfallfrei und ohne ein einziges Pünktchen in Flensburg.

Seine Aussage betreffend die Unfallverursacher ermangelt leider jeder empirischen Grundlage.

...du meinst meine Aussage, daß es zum großen Teil Alte und Ungeübte sind, die zu Geisterfahrern werden und so die gräßlichsten Unfälle verursachen?
Doch, das ist so. Alte, Frauen und andere Verkehrsbehinderte fahren zwar überwiegend sehr vorsichtig und sind in relativ wenig Unfälle verwickelt, wenn sie´s aber krachen lassen, dann meistens so, daß es ausschaut wie nach der Schlacht im Teutoburger Wald.

Man kann ein Auto oder die Straßen doppelt so sicher machen - die Unfallgefahr wird leider nicht halbiert, weil eine bestimmte Gruppe von Verkehrsteilnehmern diese Spielräume immer bis zum letzten ausnutzt.

...Papperlapapp. Gar nichts kannst du doppelt so sicher machen, weil, wie du sehr richtig bemerkst, es immer eine bestimmte Gruppe von Verkehrsteilnehmern geben wird, die diese Sicherheitsspielräume bis zum letzten ausnutzt.
Wir dürften uns aber dahingehend einigen können, daß die Einhaltung der Verkehrsregeln, die ja letzten Endes nichts anderes sind, als der Versuch, Verkehrssicherheit zu schaffen, schon enorm viel helfen würde.
Vorschriftsmässiges Blinken z.B., um einen Fahrspurwechsel anzukündigen, ist leider absolut out (besonders bei den Schnarchnasen). Die Einhaltung dieser Vorschrift jedoch würde viele brenzlige Situationen vermeiden helfen. Das gilt für das Rechtsfahrgebot genauso. Was also die Autobahn angeht, so würde ich mit meinen Bestrebungen nach mehr Verkehrssicherheit genau da ansetzen. Es kann nicht angehen, daß zunächst der Bedarf für eine dreispurige Autobahn ermittelt wird (Verkehrsaufkommen), daß dann von meinen Steuergeldern eine sündteure, dritte Spur gebaut wird, nur, damit die Schnarchnasen sie de facto dadurch zu einer zweispurigen degradieren, daß sie konstant in der mittleren Spur vor sich hinpennen und rechts überholen verboten ist.
Im Falle Rolf F. war es eindeutig das Unfallopfer, das die Regeln nicht eingehalten hatte und prompt hat sie das mit dem Leben bezahlt. Rolf F. ist dafür allerdings verknackt worden - mit einem geradezu grotesken Strafmaß, das zwar in der nächsten Instanz nicht zu halten war und deutlich abgesenkt wurde, aber immer noch eine Riesensauerei gewesen ist. Unter strassenverkehrsrechtlichen Gesichtspunkten (und allein die hätten Urteilsgrundlage sein müssen) hätte er freigesprochen werden müssen, so bedauerlich das die meisten gefunden hätten. Warum wurde er nicht freigesprochen? Weil ein Freispruch erstens einem Schlag ins Gesicht der regelvergessenen Schnarchnasen gleichgekommen wäre, die sich ja gerade deswegen für vorbildliche Verkehrsteilnehmer halten, <b<weil[/b] sie Schnarchnasen sind und zweitens (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) deswegen, weil die Verunfallte eine junge Frau mit Kind gewesen ist.
Es ist ein Skandalurteil gegen "den Mann" gewesen, der bereits als Kind gerne mit Autos spielt, der technikbegeistert ist, der seine Freude am Funktionieren eines geregelten Systems (Strassenverkehr) hat und der völlig zu Recht davon ausgehen darf, daß er selbst nicht für die Regelverstösse anderer Leute haftbar gemacht wird. Da beißt die Maus kein´Faden ab!

Gruß - Max


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