Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: 1 Jahr her - grotesk, absurd, pervers . . .

Friedwilli, Saturday, 26.02.2005, 18:44 (vor 7647 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: 1 Jahr her - grotesk, absurd, pervers . . . von Jolanda am 26. Februar 2005 16:00:27:

--- Mein Onkel war jahrelang Polizist, er hat mal gesagt:
Man müsste die Leute, die chronisch zu langsam fahren und vor allem die, die auf Autobahnen die Ueberholspur blockieren, die sollte man genauso bestrafen wie die Raser, weil die tragen auch oft Schuld an vielen Unfällen.
Wenn ich nicht mehr in der Lage bin, auf einer Autobahn angepasst zu fahren, dann habe ich auf der Autobahn nichts mehr zu suchen, wenn ich nicht mehr in der Lage bin auf einer öffentlichen Strasse mit dem Auto angepasst zu fahren, dann habe ich auch dort nichts mehr verloren. Mobilität im Alter hin oder her....geht es noch?!
Dann werde ich zur Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer und dann muss ich eben akzeptieren, dass meine Mobilität eingeschränkt wird.
Ja, das Verhalten der Frau war fahrlässig und Rolf war ja einfach schnell unterwegs, er war kein Raser, er war wohl so auf der Autobahn unterwegs, wie das viele sind, deswegen fahren sie ja Autobahn, damit sie schneller von A zu B kommen, man kann überholen und kommt vorwärts, ausser man hat Menschen auf den Strassen, die meinen, sie könnten ihren ganz persönlichen kleinen gemütlichen Ausflug durchziehen, koste es was es wolle.
Ich habe dazu einen Spruch:
Hier ruht Friedrich Platte,
der auf der Kreuzung
Vortritt hatte.
Oh wie gut,
wenn man um jeden Preis,
das Recht
auf seiner Seite weiss.
So kommt mir das Statement von Eugen in etwa vor...sorry!
Herzlicher Gruss
Jolanda
wem

Hallo Jolanda,
ist nicht die entscheidende Frage, warum sich die junge Frau beim trödeln auf der linken Spur, keiner Gefahr bewußt war. Fährt jemand zb. 90kmh, muß er im extremfall damit rechnen, daß sich von hinten jemand mit der 3 fachen Geschwindigkeit annährt. Das ist in Deutschland erlaubt und daher müßte logischerweise auf die Gefahr hingewiesen werden, die bei jedem unsachgemäßen Überholvorgang gegeben ist. Aber man will deutsche Autobahnen nicht gern als Renntrecken sehen und so jagt man eben Raser. Daß die meist männlich sind, kommt wieder einigen zugute. So wird stets Ursache und Wirkung verwechswelt und das hatte im vorliegenden Fall tödliche Folgen. Würden Medien und Polizei zeigen, daß die Autobahn nur dann funktionieren kann, wenn die Regeln so vermittelt werden, wie sie gedacht sind. Vielleicht wäre dieser tragische Unfall dann nicht passiert.

Gruß
Friedwilli


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