Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ratgeber Herzensfragen. Folge 1: Wie rette ich die Liebe?

Eugen Prinz, Friday, 15.10.2004, 14:55 (vor 7783 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Und nochwas! von Max am 14. Oktober 2004 21:13:15:

Ratgeber Herzensfragen. Folge 1: Wie rette ich die Liebe?

Folgendes schrieb mir ein Leser des Handbuches:

Eine Frage an dich, Eugen: Wie rette ich meine Liebe zum anderen Geschlecht? Hast du dir schon mal gestellt? Ich immer oefter....
Gruss - Max

Hallo Max,
Du willst mich nicht etwa verarschen? Die Situation ist wirklich grotesk bis zur Bühnenreife. Ich kenne ja etwas den Hintergrund. Ich will aber mal, zum allgemeinen Nutzen so tun, als wäre deine Frage ernsthaft gestellt. Du kannst aber auch einfach im Handbuch ab Seite 131 (sexuelle Karrieren) noch mal nachlesen.

Wie rette ich meine Liebe zum anderen Geschlecht?

1. Da kannst du auch fragen: Wie werde ich damit fertig, dass ich am liebsten alle Frauen vögeln möchte? Oder: Wie werde ich damit fertig, dass mich eine Frau wahnsinnig anmacht, obwohl ich weiß, dass sie nur abgestandenen Quark im Hirn hat und/oder dass sie mich irgendwann grässlich über den Tisch ziehen wird?

2. Du rettest die Liebe zum anderen Geschlecht jedenfalls nicht dadurch dass du heiratest - du beerdigst sie dadurch. Das sollte sich herumgesprochen haben. Die Hochzeitsglocken sind das Grabgeläut. Das „andere Geschlecht“ darfst du dann nur noch heimlich lieben, sonst gibt es Ärger. Und die Liebe zu dem „einen Geschlecht“? Drei Viertel der Scheidungen werden heute von Frauen beantragt, und bezeichnenderweise heiratet nur eine Minderheit von Frauen danach wieder. Warum wohl? Gerade verkündet Zypries: "Ein Lotterleben für die Ex darf es nicht mehr geben." Offenbar gibt es bislang ein Lotterleben für die Ex, und offenbar hat vor allem der Zustand des Geschiedenseins für Frauen eine gewisse Attraktivität. Dummerweise müssen sie davor erst mal verheiratet sein. Aber sie arbeiten daran, dass es auch ohne geht.

3. Natürlich darfst du das andere Geschlecht weiter lieben. Aber musst du deswegen einen staatlich sanktionierten Vertrag eingehen, der deiner Ex-Frau-in-spe das Exklusivrecht auf Ausbeutung deiner Wirtschaftskraft sichert? Auch zeigt der Vorstoß der Frau Zypries eines deutlich: Es sind vor allem die Zweitfrauen, die ihren Teil vom Manne haben wollen. Was der Mann zu wollen hat, spielt noch immer keine Rolle.

4. Wieso stellst du dir diese Frage? Warum stellt sich nicht "das andere Geschlecht" die Frage: „Was kann ich tun, damit mich das andere Geschlecht noch liebt?“ Oder warum ist die Antwort des anderen Geschlechts so verdächtig einfallslos: "Ich blas ihm ab und zu Einen.“ Oder noch schlimmer: „ Ich liebe ihn ja auch.“ Was ist davon abzubeißen, von dieser Liebe? Kann man sie essen, in den Tank füllen, einen Urlaub dafür kaufen?

5. Stell deiner Ex-Frau-in-spe mal die Frage, was sie zu tun bereit ist, damit du sie noch liebst. Sage ihr, wenn sie sich einen gescheiten Job sucht und bereit ist, dich und eure zukünftigen Kinder zu ernähren, dann wirst du sie lieben und heiraten. Dann wirst du den lieben langen Tag telephonieren und im Internet tratschen, wirst tagsüber mit dem Sohn ins Schwimmbad gehen, und wenn sie abends bleich und abgearbeitet heimkommt, wirst du sie gut gebräunt empfangen und ihr matschige Spaghetti servieren, aber damit sie nicht merkt, wie unausgewogen der Handel ist, nagelst du sie dreimal die Woche durch die Matratze. Sollte sie mosern, dann lasse dich scheiden ... und dann zahlt sie!

6. Du musst das andere Geschlecht nicht lieben. Du musst nicht mal die Männer lieben. Es genügt wenn du deine Brüder liebst oder dich wenigstens ihnen gegenüber nicht schäbig benimmst(!). Du darfst auch Kalbsragout lieben, oder deinen gehäkelten Klorollenschoner... Das „andere Geschlecht“ kannst du überall und jederzeit für einen Teller Essensreste oder für 200 Euro kriegen.

7. Du kannst aber auch Liebe, Freundschaft, Ehe, Loyalitätsbeziehung und Geilheit in einen Topf schmeißen, umrühren und probieren, wie das schmeckt. Vielen ist schon schlecht davon geworden, aber Männer müssen ja immer alles selbst ausprobieren.

Tja...

Eugen


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