Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Welchen Geschlechts sind die Stuttgarter Intrigen-Seilschaften?

Andreas, Tuesday, 26.10.2004, 17:27 (vor 7772 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Re: Welchen Geschlechts sind die Stuttgarter Intrigen-Seilschaften? von Ruth Teibold-Wagner am 26. Oktober 2004 13:43:44:

Linke Legende.

Sorry, aber diese Thematik ist mir zu ernst, um darüber Witze zu machen. Beispiel: Wir haben hier im "Ländle" einen absoluten Lehrermangel, der mittlerweile katastrophale Ausmaße angenommen hat. Demgegenüber steht eine immer weiter sinkende Zahl an Lehramtsstudenten. Dasselbe gilt für die Studentenzahlen an Pädagogischen Hochschulen. Vielerorts müssen an Schulen Notfallstundenpläne eingerichtet und die Schüler früher nach Hause geschickt werden, weil Lehrpersonal fehlt. Es gibt schon seit Jahren Vorschläge diesbezüglich, Schavan scheint aber einfach den Ernst der Lage nicht zu verstehen. Stattdessen blinder Aktionismus, der überall hinführt - nur nicht ans Ziel. Diese Frau hat bei ihrem Amtsantritt vollmundige Versprechungen gemacht, aber nichts davon gehalten.

Schavans Stärken:
- Die BaWü-Schüler sind deutsche Spitzenreiter im Pisa-Test.

Bitte? Deutsche Spitzenreiter im PISA-Test? Ist das jetzt ein Witz? Wer soll sich darauf was einbilden? BaWü-Schüler waren also die Spitzenreiter unter den Verlieren? Toll!

- Schavan führt den Abwehrkampf gegen die menschenfeindliche Un"kultur" des Islam in Deutschland an. Sie macht Ernst mit dem Prinzip "keine Toleranz den Intoleranten", z.B. wird auf ihr Betreiben hin in BaWü als erstem Land ein Gesetz für das Kopftuchverbot in den Schulen eingeführt.

Ein Gesetz, das kein Mensch benötigt. Da wurde geradewegs so getan, als ob es an unseren Schulen Millionen islamischer Lehrerinnen gibt, die alle Kopftuch tragen und die Schüler indoktrinieren. Statt sich um die dringenden Probleme zu kümmern, beschäftigt Schavan sich mit sinnfreiem Schnickschnack. Geld- und Zeitverschwendung.

- Das 8-klassige Gymnasium wurde in BaWü schon eingeführt, als in anderen Ländern noch nicht mal darüber diskutiert wurde.

Bislang hat das aber nichts gebracht.

- Sie orientiert ganz klar auf die Beibehaltung der Dreigliedrigkeit und wertet die Hauptschule auf.

Das nutzt aber alles nix, wenn an allen Ecken und Kanten Lehrer fehlen.

Sie ist nicht mittelmäßig, sondern konservativ und aufgeschlossen für die Moderne, hat Führungsqualitäten und Überzeugungskraft. Genau diese Mischung brauchen wir.

Dann sprechen wir wohl nicht von derselben Schavan. Ich finde diese Frau weder überzeugend noch besonders innovativ.

Gruß
Andreas


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