Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Off topic - Amerkika

Ekki, Tuesday, 26.10.2004, 15:47 (vor 7772 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Minister Palmers Ohrfeige - Ein Beispiel für männliche Sozialkompetenz von Ruth Teibold-Wagner am 26. Oktober 2004 10:11:36:

Und generell bin ich dafür, daß Ämter ab Minister aufwärts maximal zwei Legislaturperioden von einer Person besetzt werden dürfen (und danach keine Ämterrochade stattfinden darf).

Wo ist Dein Argument? Wieder schreibst Du nur, dass Du "generrell dafür bist", aber Du begründest es nicht. Welche katastrophalen Folgen die Begrenzung von Amtszeiten hat, sieht man ja gerade Amerika, wo durch die Kurzfristigkeit völlig Verantwortungslosigkeit eingerissen ist.

Nein, in Amerika kann man - jedenfalls bisher - neidvoll beobachten, wie vital trotz geringer Wahlbeteiligung ein politisches System ist, das den Grundsatz der Beschränkungen auf zwei Wahlperioden hat.

Wir würden buchstäblich von einem Tag auf den anderen in einem völlig anderen Land aufwachen, würde dieser Grundsatz in Deutschland eingeführt:[/i]

Wie von Zauberhand würde diese Regelung die Parteiapparate "am Laufen kriegen":[/i][/u] Die müßten sich bereits bei der Aufstellung eines Kandidaten überlegen, wen sie als dessen Nachfolger aufbauen - und der Kandidat müßte tunlichst mitüberlegen, könnte er doch der Wiederwahl nicht sicher sein, müßte aber im Interesse seiner Partei einen Nachfolger aufbauen.

Schluß, ein für allemal Schluß wäre mit dem "System Kohl"[/i][/u], das es auch in anderen Parteien gibt: Seilschaften bis in den letzten Ortsverein, die solange ungefährdet sind, wie der große Zampano an der Spitze ungefährdet ist.

Schluß, ein für allemal Schluß wäre mit dem Grauen vieler politisch interessierter Menschen vor verkrusteten Parteistrukturen und Gerontokratie.[/i][/u]

Daß das in Deutschland kaum durchsetzbar ist - ginge ja gegen die Interessen der Hunderttausenden, die zu den besagten Seilschaften gehören - ist zwar richtig. Dennoch liegt meiner festen Überzeugung nach nur in der Übernahme dieser Regelung eine (Teil)lösung des Problems der verkrusteten Parteistrukturen.

Noch einmal zu Amerika:

Ich habe eingangs die Einschränkung "jedenfalls bisher"[/i][/u] gemacht. Sie bezog sich darauf, daß in Amerika bereits eine Bush-Dynastie[/i][/u] existiert, von der viele Amerikaner vermuten, daß sie auch nach George W. für weitere Präsidenten gut ist.

Jedes, auch das beste System trägt die Möglichkeit zur Selbstzerstörung in sich, und die "Dynastisierung" der Politik - auch Hillary Clinton hat ja noch Präsidentinnen-Ambitionen! - würde die amerikanische Demokratie in der Tat aufs Äußerste schädigen.

Gruß

Ekki


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