Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Das schlimme war nur:

Rüdiger, Wednesday, 22.09.2004, 16:03 (vor 7807 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Das schlimme war nur: von Arne Hoffmann am 21. September 2004 12:45:39:

Er hatte tatsächlich für viele Problem eine Lösung. Arbeitslosigkeit besiegt, Kriegsschulden eingestellt, Verlorene Gebiete wie das Elsaß - alles vor 1938 wieder zurückgeholt, Urlaub den Menschen ermöglicht etc.

Ich bin kein Historiker, aber Eichborns "Lexikon der Geschichtsirrtümer" zufolge, das von einem renommierten Historiker geschrieben wurde, war der anfängliche Aufschwung unter Hitler noch Nachwirkungen aus der Weimarer Zeit zu verdanken, deren Maßnahmen erst mit einigen Jahren Verzögerung griffen. Dann legten die Nationalsozialisten den Unternehmen enge Fesseln an, woraufhin sich vor allem in den Städten die Qualität der Ernährung und der Gesundheitszustand der Bevölkerung spürbar verschlechterten und die Sterblichkeitsrate stark anstieg.
Arne

Ich würde sagen: Hitler nutzte die sowieso gerade wieder einsetzende Erholung der Weltkonjunktur. Auch anderswo (F, USA, GB) fielen ja die Arbeitslosenzahlen - wobei ich allerdings zu den USA mal gelesen habe: "Die Vollbeschäftigung wurde dort erst wieder durch die Kriegswirtschaft erreicht" - das gäbe ja jenen Kritikern recht, die meinen, schon damals sei die Unterbeschäftigung in Industrienationen chronisch gewesen und Vollbeschäftigung eher die Ausnahme ....

Hitler hat manchmal durchaus direkt in die Wirtschaft eingegriffen. So bot Opel, seit 1929 unter amerikanischer Leitung, damals sein Modell P 4 für 1600,- Reichsmark an. Das war damals das billigste vollwertige Auto. Als Opel nun den Preis auf 1440,- RM senken wollte, untersagte Hitler das: Ein Ami-Unternehmen sollte KEINEN "Volkswagen" anbieten, das sollte allein IHM vorbehalten bleiben ....

Schon vor Kriegsbeginn gab es Lebensmittelrationierungen. Hitler: "Eisen und Stahl haben oft ein Volk groß gemacht, Butter hat es hingegen immer nur fett gemacht." (Oder so ähnlich). Ein britischer Karikaturist zeichnete dazu das Bild einer deutschen Familie, die statt eines Bratens ein Metallrohr zersägt und genüßlich darauf herumkaut: "Hurra!"

Gruß, Rüdiger


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