Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Komm, ich gebe Dir was zum aufregen

Andreas, Sunday, 20.06.2004, 17:25 (vor 7901 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Re: Komm, ich gebe Dir was zum aufregen von Texaco am 20. Juni 2004 13:23:40:

Hallo Texaco,

Behauptest Du das oder kennt Du solche Fälle?

Dann würden 10 Minuten später sämtliche Frauenbeauftragten und Frauenorganisationen bei der entsprechenden Justizministerin einlaufen [...] Der Richter müßte um den weiteren Fortgang seiner Karriere bangen.

Das war eher ein Gedankenspiel, das ich aber nicht fuer unrealistisch halte. Die zunehmende Anzahl an Feministinnen in Behoerden, Administration, Ministerien und Regierung bleibt sicher nicht ohne Wirkung. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der feministische Grundsatz "Jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger" unter frauenpolitischer Federfuehrung politisch und juristisch in bestimmte Leitsaetze umgeformt wird. Die Folgen sind katastrophal. Unzweifelhaft ist sicher, dass Urteile in solchen Verfahren von entsprechenden Stellen und Organisationen hinsichtlich ihrer frauenpolitischen Korrektheit ueberprueft werden. Frauenbeauftragte gibt es wie Sand am Meer und ihre Arme reichen weit. Auch bis in die Justizministerien. Ein Richter, der einen angeblichen Vergewaltiger aus offensichtlichen Gruenden und mangels Beweisen freilaesst, ist frauenpolitisch absolut unzuverlaessig. Welches Justizministerium will sich schon als "frauenfeindlich" bezeichnen lassen? Die Folgen kann sich jeder ausmalen, der logisch zu denken versteht. Das Justizministerium verfuegt zwar nicht ueber direkte Druckmittel zur Beeinflussung der Justiz, aber das Ministerium entscheidet ueber die Berufung und Befoerderung von Richtern. Und welcher Richter will da noch "unabhaengig" urteilen? Unschuldsvermutung? Im Zweifel fuer den Angeklagten? Beweise fuer die Tat? Soetwas ist im Zeitalter feministischer Korrektheit nicht mehr notwendig.

Viele Professoren trauen sich ja nicht einmal mehr, einer schlechten Studentin in der Prüfung eine entsprechende Note zu geben, weil sie dann die Intervention der Frauenbeauftragten befürchten müssen.

Das kann wohl jeder bestaetigen, der mit offenen Augen durch die Unilandschaft laeuft. Ich habe in meinem Umfeld schon mehrere Faelle erlebt, in denen Professoren oeffentlich als "frauenfeindlich" beschimpft wurden, weil sie offensichtlich unfaehigen Studentinnen eine schlechte Note verpasst haben.
Ich kann mich noch gut an eine Doktorandin bei uns erinnern, die 5 Jahre lang auf ihrer Doktorandenstelle (DFG-Stelle) hockte und nichts zustande brachte. Ihr Chef lehnte daraufhin die Finanzierung fuer ein weiteres Jahr ab. Daraufhin lief sie ueberall in der Gegend herum und erzaehlte jedem, dass ihr Chef "wohl ein Problem mit Frauen habe". Allerdings musste sie nicht zur Politkommissarin, um sich zu beschweren - sie war selbst stellvertretende Frauenbeauftragte. Uebrigens hat sich hinterher rausgestellt, dass diese Stelle auf drei Jahre von der DFG befristet war und die restlichen beiden Jahre von ihrem Chef gutmuetig aus Lehrstuhlmitteln finanziert wurden. Das sind sie sogenannten "Benachteiligungen", denen die Frauen hier im Lande ausgesetzt sind. Die armen Wuermchen!

Gruss
Andreas


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