Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Und?

Manfred, Saturday, 01.05.2004, 16:56 (vor 7951 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Und? von Martin am 01. Mai 2004 13:25:16:

Schon. Aber die Korrelation zwischen "Frühsterber" und 12-Stunden-am-Tag-Manager oder zwischen "Frühsterber" und Kettenraucher ist noch größer.

Ich bin da nicht absolut sicher, aber ok, das ist sicher ein gewichtiger Punkt. Ich würde dir da auch zustimmen, auch das sollte im Grunde berücksichtigt werden und wird ja immer wieder mal diskutiert (Lebensführung - Krankenkassenbeitrag) scheitert aber doch in erster Linie an der Durchführbarkeit und nicht am politischen Willen.

Diese Dinge zu berücksichtigen reicht aus, da die Korrelation zwischen "Frühsterber" und Männer darauf zurück zu führen ist,

Da hättest Du meine völlige Zustimmung, aber das ist doch nicht wirklich gesichert. Die Frage "warum leben Frauen länger?" ist doch nach wie vor nicht eindeutig geklärt. Sicher ist doch nur, dass es mehrere Gründe dafür gibt.
Genauso wie es gute Gründe gibt, dem "gesund" lebenden Normalbürger die Versicherungsrisiken nicht mittragen lassen zu wollen, die der extrem leichtsinnige bzw. risikobereite in mutwilliger Manier eingeht.

Aber sogar hier geibt es noch den wichtigen Unterschied des humanitären Ausgleichs, der ja Basisgedanke der meisten (eigentlich sogar aller) Versicherungen ist:
Der eine "erleidet" etwas (auch wenn es bis zu einem gewissen Grad selbstverschuldet war), die davon verschonte Mehrheit gibt (meist in materieller Form) einen Ausgleich um den Schaden zu lindern.

Die Rentenversicherung stellt hier ja eine absolute Ausnahme dar (ist so gesehen gar keine Versicherung) weil sie ja keinen wirklichen Schadensfall abdeckt. Sicher könnte man ein Leben ohne ausreichende materielle Versorgung als "Schadensfall" deklarieren, dem steht aber gegenüber, dass das Leben als solches üblicherweise schon als Wert angesehen wird. Insofern stellt bereits der Umstand des längeren Lebens an sich einen "Überschuß an humanitärer Zuwendung" (von wem auch immer) dar, der nicht noch zusätzlich von den diesbzüglich benachteiligten ausglichen werden muß.

Frauen hätten längst den Mut umgekehrt zu argumentieren!
Ist ja auch leicht ständig offenen Türen einzurennen.
Tue ich also auch mal und postuliere:

Es ist unter humanitären Gesichtspunkten wesentlich sinnvoller, demjenigen MEHR (nicht nur gleichviuel oder sogar weniger) Geld zukommen zu lassen, der ohnehin schon die Last der kürzeren Lebenserwartung zu tragen hat.
Wie wärs damit?

Gruß,
Manfred


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