Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Gleiche Tarife sind absolut korrekt!

Jens, Wednesday, 28.04.2004, 00:59 (vor 7955 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Gleiche Tarife sind absolut korrekt! von Martin am 27. April 2004 20:12:30:

Ich bin grundsätzlich für gleiche Beiträge für Frauen und für Männer. Das ist die logische Konsequenz aus der Forderung, dass Gleichberechtigung auf die Person, also das Individuum, und eben nicht auf die Gruppe, also das Kollektiv, gemünzt ist. Schließlich gibt es ja auch Männer, die steinalt werden. Die Ablehnung dieser "Unisex"-Tarife ist für mich irgend wie analog zur Argumentation für die Quotenregelungen, die ja auch das Kollektiv im Auge haben und dafür das Individuum bevorzugen oder benachteiligen.
Natürlich muss das analog auch für Kfz-Versicherungen gelten etc.
Martin

Deinen Gedanken kann ich teilweise nachvollziehen, auch wenn ich gegen die Riesterrente bin. Problematisch kann es z.B. bei der Krankenversicherung werden, wenn die Beitragszahlung nicht nur über das Verhalten des Menschen zurückgeht, sondern sein genetisches Profil mit Krebsrisiko, Herzfehler etc. in Zukunft irgendwann eine Rolle spielt.

Was mich hier nur stört: es wird in der Politik jeder scheiß getan, wo "Frauen" angeblech benachteiligt sind. Hier ist es so, dass Frauen deswegen augenscheinlich benachteiligt sind, weil sie a) länger leben b) leichtere Tätigkeiten/Halbtagjobs nachgehen. Würden sie früher sterben, wäre die ganze Diskussion nicht da. So müssen die hart arbeitenden Männer, die mit aus dieses Gründen auch vorher den Löffel abgeben, sogar später in Rente gehen dürfen, auch noch des Frauen langes Dasein finanzieren. Sorry - da hört für mich "Gleichberechtigung" auf. Hätten Männer eine längere Lebenerwartung - wäre die Diskussion SO NIE zustandegekommen, sondern die Männer müssten gleich der durchschnittlichen Lebenserwartung entsprechend viel länger Arbeiten, damit dann auch "Gleichberechtigung" herrscht. So würde der Feminismus funktionieren, aber wir blöden Männer lassen uns wieder an der Nase herumführen.

Jens


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