Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Auch kein Männerparadies.

Rüdiger, Monday, 29.12.2003, 22:13 (vor 8074 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Auch kein Männerparadies. von Garfield am 29. Dezember 2003 09:48:42:

Das, was du hier geschrieben hast, ist gewiß skandalös, aber man kann das so nicht für die gesamte islamische Welt verallgemeinern. Auch in Saudi-Arabien ist die Mehrheit der Bevölkerung eher arm, was auch der Grund dafür ist, daß radikal-islamistische Organisationen dort sehr großen Zulauf finden.

Trotzdem sind sich viele dieser "Armen" zu fein, um etwa Dienstleistungsjobs anzunehmen, die man den vielen Gastarbeitern aus der dritten Welt ohne weiteres zumutet. Es gibt auch viele Dienstmädel aus den Philippinen; deren sexueller Mißbrauch scheint weitverbreitet zu sein, und da die Philippinen ein armes Land sind, können sie nur wenig dagegen tun. Ja, auch Männer leiden unter der Repression: einmal mit 'nem Porno erwischt, und es gibt jahrelange Haft, verschärft durch einmal Auspeitschen pro Woche. Auch davon berichtet diese "Sultana" (eine philippinische Bedienstete hatte sie unter Tränen zur Intervention zugunsten eines eben deswegen inhaftierten Verwandten, eines Chauffeurs, gebeten; dessen Gesundheitszustand werde von Auspeitschung zu Auspeitschung schlechter, so daß er das Ende der Haftzeit wohl nicht mehr erleben werde).

Übrigens stimmt es auch nicht, daß Frauen im Islam keine Autos fahren dürfen. Vielleicht ist das in Saudi-Arabien so

Meine Aussage bezog sich nur auf Saudi-Arabien. Dort kommt es wegen der dichten Verschleierung der Frauen auch immer wieder vor, daß Frauen auf der Straße in ein Auto rennen, weil sie es einfach nicht sehen können ....

Armut hin, Reichtum her, selbst die armen Männer scheinen in der islamischen Welt darin zu wetteifern, ihre Frauen zu kujonieren:

In (dem nicht mit Öl gesegneten) Pakistan hätten viele Frauen keinen Ausweis - ihre Männer gestatteten nicht, daß sich die Frauen fürs Paßphoto unverschleiert zeigten, und sei es nur einem anonymen, unwichtigen Fotografen.

Neulich Bericht aus Ägypten: Eine junge Frau hatte einen Job als Fremdenführerin auf einem Nildampfer bekommen, das mehrere Tage unterwegs ist, aber statt sich zu freuen, tagte der Familienrat stundenlang: Was, sie soll dort fern von der Familie ALLEIN in einer Kabine auf dem Schiff schlafen!? *kopfschüttel* Wer keine Sorgen hat, der macht sich welche!

Neulich Artikel im Spiegel über die wachsende Einflußnahme von Fundi-Moslems in Frankreich. Immer häufiger würden männliche Ärzte bedroht (von irgendwelchen Ehemännern, Brüdern, Onkeln), wenn sie eine islamische FRAU untersuchten; es scheint, manchen dieser Männer wäre es lieber, ihre Frau ginge zugrunde, als daß ein männlicher Arzt sie berührte.

Ohne die Belastungen von Männern kleinreden zu wollen, aber wer sich solche gänzlich überflüssigen Sorgen macht, dem scheint's noch nicht allzu schlecht zu gehen. Zumindest hat er noch Zeit und Energie frei, darüber nachzusinnen, wie man das andere Geschlecht kujonieren kann. Denn all diese o. a. Beschränkungen gelten für MÄNNER nicht. (Die haben dafür andere, aber insgesamt sind die Männer in der islamischen Welt wohl doch besser dran).

Herzliche Grüße

Rüdiger


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