Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Religion?

Dirk, Saturday, 20.12.2003, 13:18 (vor 8084 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Religion? von Arne Hoffmann am 19. Dezember 2003 22:56:57:

Hallo Arne,

ich bin verwundert, dass sogar Du auf dieses feministische Schauermärchen herein fällst. Relegionen reglementieren beide Geschlechter, nur je nach Relegion in unterschiedlichen Bereichen und unterschiedlich stark. Natürlich gibt es gerade im Islam Benachteiligungen für Frauen, aber genau so für Männer. Der Verhüllungszwang für Frauen unter den Taliban wurde als Frauenfeindlich gebrandmarkt, soweit ok. Aber was ist mit den Männer, die gezwungen waren bestimmte Kleidungsordnungen einzuhalten und sich einen Bart wachsen zu lassen? War das etwa Freiheit?
Und (ich glaube das Beispiel kam vom M&M-Forum) wie war das mit der Frau, die die Hausangestellte folterte? Bestraft wurde dafür der Mann! Er wurde für die Tat seiner Frau verantwortlich gemacht. Man stelle sich den umgekehten Fall vor. Diese Seite der Medaille wird in unseren Medien regelmäßig ignoriert.
Und wie war es letztens in der eigentlich (zumindest überwiegend) säkularen Türkei: Ein Junge hatte einen Stein am Strand gefunden, der als archäologischer Fund galt und nicht ausgeführt werden darf. Wer wurde dafür eingesperrt? Natürlich der Vater und nirgendwo habe ich Emörung darüber gelesen. Warum wurde denn nicht die Mutter inhaftiert? Und was wäre wohl los gewesen, wenn man es gemacht hätte? Da in unserem Teil der Welt die Bevorzugung von Frauen als "Gleichberechtigung" gesehen und die Benachteiligung von Männern als "in Ordnung" empfunden wird, braucht man sich nicht zu wundern, dass Religionen allgemein als die Frauen unterdrückend betrachtet werden.
Leider kenne ich mich mit den verschiedenen Relegionen auch nicht so gut aus, dass ich sie einzeln zerlegen kann. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass, wenn man Vor- und Nachteile gegeneinander aufwiegt, es gar nicht so schlecht für die Frauen aussieht. Wenn man natürlich immer - wie im feministisch verseuchten Teil der Welt üblich - nur partiell die Nachteile heraussucht, an den Pranger stellt und beklagt, lässt sich vortrefflich ein Benachteiligungsszenario aufbauen, aus dem frau dann zusätzliche Vorteile ziehen kann.
An Deiner Stelle würde ich darauf hinweisen, dass Religionen allgeimein dazu erschaffen wurden, Regeln für das Zusamenleben aufzustellen und Rechte der Machthaber zu sichern. Und das ist mit einer Unterdrückung aller Menschen verbunden. Also nicht nur der Frauen, die jammern nur mehr...

Gruß Dirk


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