Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

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gruppenspezifische Job-Info-Kampagnen?

Der Eman(n)ze, Wednesday, 29.10.2003, 23:22 (vor 8135 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: Re: super Statement! :-) +Anmerkung von Lars am 29. Oktober 2003 18:42:37:

Heute ist die Trennung hÄuslich=weiblich/außerhäuslich=männlich weitgehend erledigt, d. h. weibliche Erwerbsarbeit ist normal geworden.

Zustimmung

Aber die Vorstellung, Ökonomie, Technik und (Natur-)Wissenschaft seien ihrem Wesen nach "männlich" , ist tief verankert in unserer Kultur.

In den Köpfen der jüngeren Generationen trifft dies m.E. nicht mehr zu. Aber es wird sehr wohl wahrgenommen, daß Frauen z.B. Ingenieurswissenschaften ganz bewußt meiden. Daß Frauen trotz eigenem Interesse und Wunsch den technischen Bereich meiden, weil sie nicht in Konflikt mit der "frauenfeindlich" eingestellten Umgebung geraten wollen, ist ein feministisches Märchen. Die meisten Frauen INTERESSIEREN sich einfach nicht für den technischen Bereich.

Frauen studieren zwar mittlerweile häufiger als Männer (was natürlich auch wieder problemtaisch ist), aber eben doch eher Fächer, die als "weiblich" (Sprachen, Musik, Kunst, Pädagogik) oder zumindest als "nicht-ganz-so-extrem-männlich" (Soziologie, Politologie, Geschichte, Philosophie) gelten;

Zustimmung. Jedoch spielten hier die Interessen bzw. Neigungen der Frauen eine große Rolle, NICHT gesellschaftliche Zwänge!

aber die reinen "Männer-Fächer" (BWL, Jura, Naturwissenschaften; Ausnahme Medizin) werden immer noch auffalend stark gemieden.

...aus Mangel an wirklichem Interesse.

Es wirkt halt entmutigend, wenn man aus der Geschichte kaum eine große Unternehmerin, kaum eine Star-Anwältin, kaum eine große Physikerin kennt,

...kann das nicht auch ein großer Ansporn sein, mal endlich Frauen-Geschichte zu schreiben?! Na also!

dafür aber 1.000 Gerüchte gehört hat, wie "rauh" es in der "Männerwelt" zugehen soll.

Wer sich von Gerüchten in der "Brigitte" &Co leiten läßt, sollte wohl doch lieber Hausfrau bleiben.

Und an dieser Stelle haben gruppenspezifische Job-Info-Kampagnen schon einen Sinn.

Das Problem ist nicht, daß zu wenig Frauen techn. Bereiche wählen, sondern daß zu wenig Menschen techn. Bereiche wählen!

Wie gesagt, daß Frauen aus gesellschaftlichen Zwängen heraus trotz Interesse und Begabung freiwillig auf eine Laufbahn im technischen Bereich verzichten, halte ich für ein feministisches Märchen. UND: Bildungsmäßig sind die Jungen das Schlußlicht der Nation.

Daher erteile ich der einseitigen Frauenförderung eine deutliche Absage.

Werbung für Frauen für techn. Bereiche in den Medien ist OK, aber keine Frauenquoten und keine einseitige Förderprogramme!


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