Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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super Statement! :-) +Anmerkung

ideeAlist, Tuesday, 28.10.2003, 21:39 (vor 8136 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Probleme mit dem Begriff "Maskulismus" & Ableitungen von Garfield am 28. Oktober 2003 18:52:33:

Hi Garfield!

Eines solltest Du aber noch ein wenig mehr betonen:

Es war tatsächlich so, daß bis vor 30 Jahren die geschlechtsspezifischen Unterschiede durch Erziehung & gesellschaftliche Erwartungshaltung künstlich verstärkt wurden. Frauen - so sie nicht privilegiert waren oder individuelle Unterstützer & Gönner fanden - war es zu früheren Zeiten noch unmöglich, einen höheren Bildungsweg einzuschlagen. Somit hatten es "Ausreißer" aufgrund der starren Norm ungleich schwerer als heute.

Vor ~30 Jahren fiel eine der letzten Benachteiligungen für Frauen: Das Gesetz, daß Ehefrauen für das Ausüben einer Berufstätigkeit die Zustimmung ihres Ehemannes brauchen.

Beim dogmatischen Feminismus wird genau der entgegengesetzte Fehler gemacht: Es wird mit aller Gewalt versucht, unterschiedliche Verhaltensmuster zwischen den Geschlechtern zu nivellieren. Eine Unterrepräsentanz von Frauen in einem bestimmten Bereich wird sofort als "Unterdrückung" gewertet. Seltsamerweise ist im umgekehrten Fall aber nie von einer "Männerbenachteiligung" die Rede. Außerdem bemüht man sich nur in bestimmten Bereichen für einen hohen Frauenanteil. Bei der Müllabfuhr ist ein 100%iger Männeranteil scheinbar OK (obwohl die modernen Müllwagen und die Kunststofftonnen keine besonders hohe Muskelkraft mehr erfordern) Insofern handelt es sich um ein asymmetrisches Gleichmacherprinzip.

Ich finde, genaue biologische Forschungsergebnisse über genetisch bedingte unterschiedliche Veranlagungen sind gar nicht unbedingt erforderlich, zumal man wegen der großen Streuung ja ohnehin keine allgemeingültige Norm aufstellen kann. Jeder in der Gesellschaft soll die gleichen Chancen haben und letztlich das machen, was ihn am meisten interessiert. Ohne Quoten.


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