Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Probleme mit dem Begriff "Maskulismus" & Ableitungen

Der Eman(n)ze, Tuesday, 28.10.2003, 12:23 (vor 8136 Tagen)

Hi!

Angesichts der allgemeinen Identifikation des Begriffs "Feminismus" mit einer rassistischen Ideologie ist abzusehen, daß das Gegenstück, der Begriff "Maskulismus", ebenfalls so eingestuft wird - nur eben mit umgekehrten Vorzeichen.

Weiter unten habe ich ja schon mal meine Meinung über eine sinnvolle Strategie der Männerbewegung kundgetan. Wenn die Männerbewegung zum Komplementär des Feminismus - also zum Maskulismus wird, kann zwar eine neutralisierende Wirkung eintreten (Säure+Lauge=Salzwasser->ätzt nicht mehr). Aber ein gegenseitiges sich-angiften würde die Akzeptanz in der Bevölkerung auf die selbe Stufe stellen, auf die der Feminismus jetzt schon angelangt ist.

Die Männerbewegung hat m.E. langfristig nur eine Chance, wenn sie sich als Fehlerkorrektur-Bewegung begreift, die die erfolgreiche gesellschaftliche Gleichberechtigung der Frau im Laufe des 20.Jhd. (Wahlrecht für Frauen, Berufswahl ohne Einwilligung des Ehemannes u.s.w.) ausdrücklich als demokratische Errungenschaft begreift und als Grundlage für den Weg in eine Gesellschaft nimmt, in der eine Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung herrscht, welche jedoch die Verschiedenheit zwischen den Geschlechtern akzeptiert. Also einerseits gehören Quotenregelungen auf den Müllhaufen der Geschichte, andererseits darf aufgrund der Unter- oder Überrepräsentanz eines Geschlechtes in einem Bestimmten Bereich keine allgemeine Wertung über dieses Geschlecht mehr vorgenommen werden. (->keine gesellschaftlichen Vorurteile & Klischees "typisch Frau/Mann") Ein Zustand, den es in dieser Form noch nie gab.

Die unmittelbaren Aufgaben müssen jedoch in der Fehlerkorrektur liegen. Benachteiligung und Diskriminierung von Männern aufgrund der Verstrickung feministischer Ideologie mit der Politik müssen beseitigt werden. Der gravierendste Punkt ist wohl das Scheidungs-, Umgangs- und Sorgerecht (menschenverachtende Diskriminierung von Vätern), gefolgt von Quotenregelungen und einseitiger Mädchen- und Frauenförderung wie Girls'Day, gefolgt von menschenverachtenden medialen Inhalten, die allgemein-öffentlich präsentiert werden.

Eine große Chance liegt darin, aufzuzeigen, daß bei der feministischen Verstrickung in Politik und Justiz BEIDE Geschlechter die Verlierer sind. We win together, we lose together.


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