Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Probleme mit dem Begriff "Maskulismus" & Ableitungen

Odin, Tuesday, 28.10.2003, 16:32 (vor 8136 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Probleme mit dem Begriff "Maskulismus" & Ableitungen von Der Eman(n)ze am 28. Oktober 2003 10:23:00:

Hi!
Angesichts der allgemeinen Identifikation des Begriffs "Feminismus" mit einer rassistischen Ideologie ist abzusehen, daß das Gegenstück, der Begriff "Maskulismus", ebenfalls so eingestuft wird - nur eben mit umgekehrten Vorzeichen.

Dafür, daß sich der Feminismus dermaßen negativ entwickelt hat, können wir erstmal nichts (genauso wenig, wie deren "Urmütter" zu Beginn der Frauenrechtsbewegung). Das bedeutet: Es ist erstmal unsere Sache, ob sich ein "Maskulismus" ähnlich negativ entwickelt. Da brauche ich mir die Begriffswahl von keiner Frauenbewegung vorschreiben zu lassen. Wir müßten nur dafür sorgen, daß sich "unsere Bewegung" in vernüftigen Bahnen hält.
Jedoch werden sich auch über unsere Ziele manche Leute lustig machen. Das läßt sich ohnehin nicht vermeiden.

Durch den Begriff "Maskulismus" lassen sich aber unsere Ziele positiv (wir sind FÜR etwas) beschreiben. Wir müssen aufpassen, daß wir uns nicht negativ charakterisieren (GEGEN Frauenrechte usw.).
Ich bin nicht dafür, daß Frauen auch 7 Jahre früher sterben, sondern ich bin dafür, alles dafür zu tun, daß Männer länger leben (incl. Männergesundheitsbericht - ohne die Abschaffung eines Frauengesundheitsberichts. Dasselbe mit Männergesundheitszentren, Männerärzte, mehr gesundheitliche Aufklärung für Männer, früher Vorsorgeuntersuchungen usw)
Ich bin auch nicht dafür, daß die Frauenarbeitlosigkeit genauso schnell steigt, wie die der Männer, sondern ich möchte, daß die der Männer nicht so schnell steigt - so wie die der Frauen!
Ich bin nicht dafür, daß es keine Hilfen mehr für geprügelte Frauen gibt, sondern ich bin dafür, daß es auch Hilfen für geprügelte Männer gibt.

usw usf

Ziel sollte es also sein FÜR Männerrechte zu kämpfen und nicht GEGEN Frauenrechte. Beide sollten aber sinnvoll und finanzierbar sein - was gerade in unserer Zeit sehr wichtig ist (leider geht oft die Finanzierbarkeit VOR der Sinnhaftigkeit)


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