Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Den "Erfolg" des Feminismus 1:1 wiederholen zu wollen wäre fatal

Der Eman(n)ze, Wednesday, 22.10.2003, 14:15 (vor 8142 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: "Mit Stolz in den Untergang" statt "Jammern"? von Manfred am 21. Oktober 2003 22:10:31:

Was Du da oben so selbstverständlich schreibst, mag stimmen, aber sicher bin ich nicht. Bist Du es? Falls ja, woher diese Sicherheit?

Aus den Reaktionen von außenstehenden Männern. Eine maskulistische 1:1-Kopie des Feministinnen-Jammerns zieht nur Spott und Hohn unter der Mehrheit der Männer nach sich.

Dies ist einer der wenigen Punkte wo mann von den Frauen tatsächlich was abschauen könnte, denn die Frauenbewegung hatte und hat ERFOLG!

Nein, eben nicht. Bei der Mehrheit der Frauen hat der Feminismus [als Lehre oder als Lebenseinstellung] ein eher negatives Image. Der einzige Erfolg besteht in der gesellschaftlichen/politischen Implementierung von feministischen Dogmen -> Folgen: Quotenfrauen, Sorgerecht, Girls'day, Männerverspottung in Werbung, TV und Film. Dieser Erfolg konnte aber nur erzielt werden, weil sich die Mehrheit der Frauen in den entscheidenden Jahren wenigstens ansatzweise mit der feministischen Methode des Jammerns identifiziert oder arrangiert haben. Diese allgemeine "Frau-darf-Jammern"-Akzeptanz hat ihren Zenit aber schon längst überschritten.

Und genau ein feministisches Dogma, welches längst wissenschaftlich als Falsch entlarvt wurde, sollte uns von einer 1:1-Kopie abhalten: Das Gleichmacherprinzip. Das feministische Dogma geht davon aus, daß sämtliche verhaltensbiologische Unterschiede (also auch Neigungen, Stärken, schwächen) zwischen Männern und Frauen ausschließlich anerzogen seien. Die Konsequenz sind Quotenfrauen und Girls'Day.

Wir sind uns wohl alle einig, daß dieses Dogma falsch ist. Es gibt auch genetische geprägte verhaltensbiologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Und genau diese Tatsache sollte uns vor einer 1:1-Kopie des feministischen Jammerns abhalten. Denn in der männlichen Bevölkerung hätte eine Jammer-Strategie weit weniger Akzeptanz als das feministische Jammern bei den Frauen. Männer sind da anders!

Und grade da höre ich ganz stereotyp ständig, "man dürfe sich nicht auf das Niveau herab begeben, dem nicht nacheifern" etc.
Haben wir soviel Angst vor dem Erfolg?
Schöne Grüße,
Manfred

Nein. Angst vor Mißerfolg.


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