Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Alle?

Pascha, Tuesday, 21.10.2003, 21:21 (vor 8143 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: "Mit Stolz in den Untergang" statt "Jammern"? von Der Eman(n)ze am 21. Oktober 2003 18:14:29:

Hi Pascha,

Hallo Emanzer,

Dein "männlicher" Stolz in allen Ehren, aber Du mußt unterscheiden zwischen persönlicher Souveränität und gesellschaftliche Entwicklungsbeeinflussung der Heranwachsenden.
Nahezu alle in diesem Forum sind sich darüber einig, daß man als souveräne männliche Persönlichkeit über solche blöden Radiosprüche oder über groteske Spots locker drüberstehen , ja sogar mitlachen kann. Keine Frage!

So? Ich habe nicht den Eindruck, dass das "nahezu alle" sind. Dafür habe ich jetzt schon zu viele solcher Jammmer-Beiträge hier gelesen.

Was ich in Deinen Ausführungen vermisse, ist die Betrachtung der heranwachsenden Generation. Und daß unsere Jungs - im Gegensatz zu den Mädels - nicht gerade vor Selbstbewußtsein strotzen, ist ein offenes Geheimnis. Mehr oder weniger stetige, subtile kleine Verunglimpfungen des Maskulinen während der gesamten Kindheit und Jugend gehen eben nicht spurlos an einem Mann vorüber. Girl-Power Seite an Seite mit Boy-Losing
is nicht!

So? Wieso habe ich das dann nicht mitbekommen? Ich bin noch nicht so alt, und den Feminismus konnte ich noch nie leiden. Wenn ich als Mann diskriminiert werde, hätte ich das doch mitbekommen müssen? Oder jemand aus meinem Freundeskreis? Ich habe aber noch nie gehört, dass sich einer von ihnen über Männerfeindlichkeit in den Medien beschwert hat.

@all: Eines muß man Pascha jedoch zu Gute halten: Er zeigt eine Gefahr auf, vor der sich die Männerbewegung hüten sollte: Beim Feminismus Gleiches mit Gleichem vergelten zu wollen, wäre kontraproduktiv und würde unser Anliegen der Lächerlichkeit preisgeben.
Nur mit typisch männlichen Eigenschaften *klischeedresch* ;-) wie Sachlichkeit, Zielstrebigkeit und Problemorientierung haben wir eine Chance.
Z.B. halte ich die Kritik an der expliziten Erwähnung von Frauen und Kindern unter Massaker-Opfern für überflüssig. Diese explizite Erwähnung ist m.E. gerechtfertigt, weil infolge der klassischen Rollenverteilung in Kriegen Frauen (und Kinder) Zivilisten sind. Punkt.
Bei einem zivilen Flugzeugabsturz sieht das wieder ganz anders aus.

Gut, dass zumindest einer das so sieht.

Pascha


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