Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Abgrenzung Zivilisten

Norbert, Wednesday, 22.10.2003, 00:26 (vor 8142 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: "Mit Stolz in den Untergang" statt "Jammern"? von Der Eman(n)ze am 21. Oktober 2003 18:14:29:

Z.B. halte ich die Kritik an der expliziten Erwähnung von Frauen und Kindern unter Massaker-Opfern für überflüssig. Diese explizite Erwähnung ist m.E. gerechtfertigt, weil infolge der klassischen Rollenverteilung in Kriegen Frauen (und Kinder) Zivilisten sind. Punkt.

Hi
Bei kleinen Kindern gebe ich dir recht.

Ansonsten ist die Sache nicht so einfach.

Es gab/gibt etliche Beispiele dafür, dass Frauen in Kriegen nicht nur Zivilisten sind, sondern kämpfende Personen, wie Bomberpilotinnen.
Oft grausamer als die Männer.
Genauso sind nicht alle Männer kämpfende Personen.

Vielleicht sind die roten Khmer noch bekannt?
Als diese an der Macht waren haben durchaus Jugendliche beiderlei Geschlechts für blutige Massaker gesorgt.
Die Erwachsenen dachten, dass reiner ziviler Protest gegen die Machthaber nicht zur Gewaltanwendung führen würde. Sie hatten sich grausam geirrt.

Hier diente die Tatsache, dass genau diese Jugendlichen gut steuerbar waren den Machthabern. Was diese eben skrupellos ausnutzten.

Und selbst die Trennung zwischen kämpfenden/nicht kämpfenden Personen ist nicht so einfach.

Ist ein Steinewerfer ein Kämpfer?
Hat jemand, der unfreiwillig mit einer Schrotflinte gegen Panzer antreten soll, kein Mitleid verdient, nur weil er 'Kämpfer' ist?

Dieses ist mir zuviel schwarz/weiß.
Jeder Tote oder Verletzte ist ein Opfer, unabhängig von Geschlecht und Alter.
Und jede Sippenhaft wg. z.B. Geschlecht ist unzulässig.

Gruß
Norbert


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