Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Staatsgläubigkeit

DvB, Friday, 25.03.2011, 10:06 (vor 5412 Tagen) @ Bero

Das ist normal, wenn die Preise vorher nicht realistisch und
(quer-)subventioniert waren. Wie gesagt - auch die Subventionen zahlst du
mit.

Befaß Dich mal mit dem Thema Abwasserabzocke oder sonstiger "Privatisierung" kommunaler Einrichtungen, Stichwort Cross-Border-Leasing und ähnliche Scheiße. Ob privat oder staatlich, geht hier m.E. weitgehend am Thema vorbei. Es ist nämlich ein einziger korrupter, mafiöser Sumpf. "Privatisierung" ist im Wesentlichen nichts anderes, als daß der Herr Privat dem Onkel Politnik ne Million zusteckt, damit der ihm dafür ne Milliarde zusteckt. Profitieren tun dadurch beide - nur Du bist der Arsch, weil Du die Milliarde (mit-)blechst.

Welche? Was du anführst, existiert so entweder nicht auf meinem Planeten
oder es sind Nachteile von immer noch stark staatlich regulierten Märkten.
Ein sehr schlechter Beleg für Nachteile der Privatwirtschaft also.

Ja, das ist natürlich ein netter Argumentationsstiefel - im Zweifel ist der Staat halt immer schuld, notfalls halt, weil er zuschaut. :D

Aber nicht in dem Ausmass. Denn sie mendelt sich weg.

Das glaubst Du doch nicht im Ernst? Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit "mendeln" (LOL) sich weg. Denn damit sind keine gescheiten Profite erzielbar. Mit Monopolismus/Erpressung u.ä. schon.

So war das nicht. Der RBMK war ebenso wie der (sicherheitstechnisch
bessere) WWER natürlich ein Staatsauftrag. Entschieden haben das nicht
irgendwelche durchgeknallten Forscher mit Narrenfreiheit, sondern
natürlich Parteifunktionäre.

So war es schon. Mitschurin und später sein Jünger Lyessenko hatten sehr wohl totale Narrenfreiheit. Und das schwachsinnige Nullschwein mit seiner Relativitätsidiotie wird im Westen genauso verehrt, wie in der Sowjetunion. Zwar wandern seine Kritiker nicht in den Gulag, aber sie werden totgeschwiegen, teilweise mundtot gemacht und ihre Karriere können sie an den Nagel hängen.

Ich sehe nicht, dass Fukushima durch unterlassene Vorsichtsmassnahmen
verursacht wurde. Welche sollten das sein? Das Kraftwerk hat offenbar den
gültigen Sicherheitsstandards entsprochen.

Wenn das so ist wie hierzulande, dann wurden die Sicherheitsstandards nicht kontrolliert. Und schon gar nicht auf dem neuesten Stand gehalten.

Wenn die zu niedrig sein
sollten, ist das wiederum etwas, das der Staat in seiner Verantwortung hat,
nicht das Unternehmen.

Tchja, was aber, wenn der Staat den Unternehmen gehört? Und das ist in "Demokratien" nunmal so.

Die Tsunami-Welle war 14m hoch. Und "anzunehmend" war wohl nur so was um 4m. Das Erdbeben war Stärke 9. Und "anzunehmend" war nur Stärke 6. Tatsächlich "nimmt" "man" aber "an", daß es Erdbeben bis zur Stärke 9,5 geben kann. Naja, was soll man dazu schon sagen? "Anzunehmend" hat sehr viel weniger mit den tatsächlichen, realen Annahmen zu tun, als mit dem, worauf man sich bei der Feilscherei so einigt, oder was der Interessent so springen läßt.

Was auch interessant ist: die Haufen an abgebrannten Brennstäben, die da massig rumliegen und Probleme bereiten, bräuchten überhaupt keine Kühlung, wenn sie nicht kompakt gelagert würden. Bloß: würde man sie nicht kompakt lagern, bräuchte man sehr viel mehr Platz. Da kannst Du Dir nun aussuchen, ob es um Kostenersparnis oder um Problemkosmetik geht, was an sich unnötige Probleme erst verursacht.

Es handelt sich auch um eine nationale Katastrophe, an der TEPCO nicht
schuld ist. Wäre es ein von TEPCO verursachter Unfall, bin ich sicher,
dass dem Unternehmen diese Leistungen in Rechnung gestellt würden.

Greif mal nem nackigen Mann in die Tasche. ;)
Natürlich ist der Staat schuld, er hat halt TEPCO einfach so agieren lassen, obwohl er hätte wissen müssen, daß TEPCO unverantwortlich handelt. Machen wir ja auch so. Ich meine, wir haben ein Weib als Bunzelkanzelnde. Wer kanns noch bescheuerter?

oder Beamte/Angestellte. Beim Staat gilt sogar die Frauenquote. Denen
traust du kompetentere, sorgfältigere Entscheidungen zu als irgendwelchen
zumindest kostenbewussten Managern? Ich habe keinen blassen Schimmer, wie
man auf so eine Idee kommen kann.

Im Grunde genommen ist der Staat nichts anderes als unsere Organisationsform. Kein Staat -> Höhle. Darauf läuft es hinaus. Daß diese Organisationsform so mißraten ist, mal eine Beute der Bolschewikenmafia, mal eine Beute der Liberalistenmafia ist und allgemein meistens ziemlich mieserabel organisiert ist, steht wieder auf nem anderen Blatt. Es gab auch schon bessere Staaten. Z.B. Preußen (der Inbegriff von einem vorbildlichen Staatswesen) oder das Deutsche Kaiserreich. Also schütt mal nicht gleich das Kind mit dem Bade aus. Ein guter Staat ist wenig Staat. Was aber nicht heißen soll, daß Verbrecher Narrenfreiheit haben. Das Deutsche Kaiserreich hatte auf 60 Mill Einwohner 600.000 Beamte. Heute haben wir das 10fache + zusätzlich noch öffentlichen Dienst. Ein gigantischer Wasserkopf. Und Ordnung herrscht aber nicht. Sondern das gerade Gegenteil. Es sei denn, daß Du es als Ordnung empfindest, wenn Du mit Radarfallen oder idiotischen Vorschriften etc. und Irrsinnssteuern abgezockt wirst. Verbrecher, je größer desto besser, können aber machen, was sie wollen. Solange sie ihr Schmiergeld bezahlen, versteht sich. Ein Monarch ist nicht bestechlich, der verschleudert sein Staateigentum doch nicht - es ist ja sein Privateigentum!

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