Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Nope

Optimist, Tuesday, 08.02.2005, 15:06 (vor 7666 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Nope von Arne Hoffmann am 08. Februar 2005 09:07:59:

Hi anre,

Das, was Du mit Deiner Wahrnehmung und Erfahrung beschreibst ist das, was ich mit dem zarten Pflänchen der Akzeptanz meinte. Ich stimme Analytiker zu, dass eine Schwarz-Weis-Malerei hier weitaus mehr Schaden als Nutzen bringt und ich gehe davon aus, dass Du dies nicht wirklich anders siehst.


Zitat:
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Wir Männer haben gerade erst _begonnen_, unsere Anliegen öffentlich aufs Tapet zu bringen. Wir schmeißen nicht mit Steinen und begehen keine Selbstmordattentate, sondern wir machen publik, wo wir uns diskriminiert und verarscht fühlen.
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Er hat sich mit dem Nah-Ost-Konflikt ein ziemlich unpassendes Beispiel ausgesucht, aber ich denke der Punkt den er rüberbringen wollte ist der, dass die intoleranten Hardliner auf beiden sich nicht wirklich gegenseitig bekämpfen sondern stellvertretend die unbeteiligt Zivilbevölkerung.

Das sensibilisieren für die Problemlage der diskriminierung und verarschung kann nicht durch eine Umkehrung desselben erfolgen.


Zitat:
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Und in der Tat sehe ich einen zentralen Punkt genauso wie Scipio: Wir erwarten von Frauen, die ernst genommen werden möchten, in der Tat, dass sie sich klar und entschieden gegen radikalfeministischen Sexismus aussprechen, statt stillschweigend, vielleicht leise in sich hineinkichernd, weiterhin die Vorteile zu genießen, die er ihnen verschafft.
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Sehe ich auch so - aber das kann nicht dadurch erreicht werden indem "die Frauen" als pauschalisiert dümmlich und böse dargestellt werden. Damit erreicht man bestenfalls die "jetzt erst recht" Trotzreaktion.

Die meisten Menschen halten den Feminismus ja fälschlicherweise für das Streben nach Gleichberechtigung mit dem er einmal angefangen hatte. Indem man auf die Auswüchse des Radikalfeminismus aufmerksam macht erzielt man da vermutlich bessere Wirkung als wenn man die Methodik kopiert.

Ich glaube nicht, dass es Dir um eine Gegendarstellung oder einen "Gegenschlag" geht - sondern um eine Richtigstellung. Die Mitnahmeeffekte die Du angesprochen mögen zutreffen - aber was wird passieren, wenn man der großen Mehrheit der Frauen vermittelt, sie hätten eine Umkehrung der Verhältnisse zu befürchten?

Mir geht es nicht um Agitation - mir geht es um Richtigstellung. Die Antwort auf "Gewalt ist männlich" kann nicht "Gewalt ist weiblich" sein - sondern "Gewalt ist asozial".

viele Grüße,

Optimist


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