Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Kritik am Forum wurde nicht verstanden (ausser von Optimist)

Magnus, Tuesday, 08.02.2005, 11:40 (vor 7666 Tagen) @ Analytiker

Als Antwort auf: Kritik am Forum wurde nicht verstanden (ausser von Optimist) von Analytiker am 07. Februar 2005 23:20:14:

Magnus fragte:

Was ist der Patriarch? Was meinst wer das Zepter in der hand hält,
wenn der Patriarch abkratzt?

Na wohl der älteste Sohn des Patriarchen, oder sonst halt ein männlicher Ellenbögler. In traditionellen Gesellschaften ist das sogar als Gesetz festgehalten. Darum legen z.B. Araber und Ostasiaten so grossen Wert auf männliche Nachkommen, das geht z.T. so weit, dass weibliche Nachkommen gleich nach Geburt gekillt werden. In meiner weiteren Verwandschaft gibt es einen Araber, der seine Frau zum Teufel jagte weil sie ihm 4 Töchter gebar, aber keinen Sohn! Die Schuld daran gab er ihr, dabei ist doch klar, dass es entweder Zufall war (Wahrscheinlichkeit 0.0625) oder er halt mal ne andere Stellung hätte ausprobieren sollen, seine X- und Y-Spermien sind ja unterschiedlich schwer...

Das ist eben ein Trugschluss. Es gab und gibt viele Gutsherrinnen. Beschäftige dich mal mit Geschicht. Queen Elisabeth die Erste war auch Königen von England und hat viel Angerichtet. Andere Beispiele: Ägypten, Russland etc. ob Zarin oder Königin - alles war möglich. Selbst in China gabs eine Kaiserin. Desweiteren: Was nützt einem der Adel, von dem Frauen und Männer gleichermaßen Profitieren, wenn 95% der Bevölkerung arm ist, und den Gutsherren und Gutsherrinnen oder später in China den FunkionärInnen unterlegen waren?

Ich halte Dein Beispiel für das abgedroschenste Argument schlechthin. Einfach und primitiv und völlig dem Zeitgeist aufgesessen.

Magnus

Evident, dass Frauen mehr arbeiten? So ein quatsch! Dann gib mir mal
Beweise, damit es evident wird.

Das ergibt sich schon aus der Pascha-Mentalität, die dort weit verbreitet ist. Dabei kann man nicht von industriellen Arbeitszeiten der Männer ausgehen -- es geht da um Agrargesellschaften, wo sich Paschas leisten können, Boccia (o.ä.) zu spielen während die Frauen kilometerweit latschen müssen um das Wasser zu holen oder einzukaufen. Haushalt und Kinderversorgen überlässt er ihr natürlich dann auch weitgehend.
Aber auch im "emanzipierten" Deutschland kann es vorkommen, dass durch die Mehrfachbelastung eine Frau länger als ihr Mann arbeitet: Der Mann 40 Stunden in seinem Job, die Frau 40h in ihrem Job und den Rest des Tages und das Wochenende(!) im Haushalt und mit den Kindern. Da kommen dann schon mal 80h zusammen. Natürlich ist das nicht der Durchschnitt in D, die UNO nannte ja den Weltdurchschnitt.

Hats du dazu Statistiken oder entspringt das alles dem Hören-Sagen? Wie sieht die Lebenserwartung der unterschiedlichen Geschlechter in diesen Ländern aus - unter Berücksichtung der Muttersterblichkeit? Kannst du außer einem Gefühl, auch stichhaltiges Posten? Übrigens hast du eine Sache vergessen: in Krieg ziehen mussten meist nur Männer - und auch nicht die, die Grund und Boden besaßen, sondern die, die für die GrundherrInnen gearbeit haben. Deine Vorstellung ist sehr einseitig.

Magnus


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