Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Kritik am Forum wurde nicht verstanden (ausser von Optimist)

BartS, Tuesday, 08.02.2005, 14:42 (vor 7666 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Kritik am Forum wurde nicht verstanden (ausser von Optimist) von Andreas am 08. Februar 2005 07:00:36:

Hallo Andreas,

Symptomatisch ist dafür folgendes Beispiel: Ein Journalist schrieb vor einigen Jahren in einer Zeitung einen Artikel über die faulen "Machomänner" in Spanien. Grundlage seines Artikels war eine Statistik, in der festgehalten wurde, das die Ehefrau in einer Familie wesentlich mehr Hausarbeit leistet als der Mann. Was der Autor nicht mit erwähnt hat, war die Tatsache, daß in Spanien die Familienväter zu einem großen Teil Alleinverdiener sind, die Frauen also meistens Hausfrauen.

In solchen Fällen, wo eine Arbeitsteilung existiert ist die Verteilung der Arbeit sicher einigermassen gerecht. Die Beschäftigungsquote der Frauen in Europa liegt aber schon bei 50 oder mehr Prozent. D.h. in vielen Fällen leistet die Mutter auch einen Beitrag zur fianziellen Versorgung der Familie.

Als ich die Redaktion daraufhin anschrieb, gab man mir dann kleinlaut zu verstehen, daß dies ja nur als "Spaß" gedacht war.

Das finde ich dagegen schon seltsam von der Zeitung.

Selbst das Bundesfamilienministerium hat bereits für Deutschland festgestellt, daß Frauen statistisch gesehen nur einige wenige Minuten täglich mehr arbeiten als Männer, wobei hier - wie Odin schon richtig schrieb - massiv getrickst wurde. Ein großer Teil der Arbeit, die von Männern geleistet wird, wird in dieser Statistik überhaupt nicht erfaßt.

Wurde bei dieser Statistik gesagt, welche Arbeit erfasst wurde?

Ansonsten kann ich mir nicht erklären, wie es kommt, daß Frauen die Zeit haben, den ganzen Nachmittag Steinchen im Garten von A nach B, von B nach C und von C wieder zurück nach A zu transportieren oder stundenlang draußen vor dem Haus mit der Nachbarin zu plauschen, während der Mann abends um 18 Uhr von der Fabrikarbeit nach Hause kommt. Selbst in Ländern der Dritten Welt ist das so. Da sitzen die Frauen in versammelter Frauschaft vor dem Häuschen, plaudern und machen ihre Handarbeit und Körbchen, während sich die Männer 16 Stunden täglich auf hoher See als Fischer den Arsch aufreißen.

Naja, ist Garten- und Handarbeit denn keine Arbeit?

Aber was hier in Deutschland ankommt, sind selbstverständlich nur die wassertragenden Frauen und Männer, die "Boccia" spielen.

Ja, das ist sicher kein objektives Bild der dortigen gesellschaftlichen Verhältnisse.

Gruss
BartS


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