Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: 100 % Zustimmung / Dringende Warnung

T.Lentze, Saturday, 15.01.2005, 12:08 (vor 7690 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Re: 100 % Zustimmung / Dringende Warnung von Magnus am 15. Januar 2005 01:53:13:

Ich selbst hatte während meines langjährigen Afrika-Aufenthaltes keineswegs die Absicht, mit meiner dort geborenen Ehefrau und dem gemeinsamen Kind nach Europa zurückzukehren.

Hast du noch Kontakt zu deinem Kind?
Magnus

Hallo Magnus,

meine Ex-Ehefrau hat drei Kinder von drei Vätern. Das dritte ist hier kurz nach der Geburt gestorben, wie erwähnt. Das zweite ist von mir. Es ist mein einziges leibliches Kind, ein jetzt 7-jähriger karamelbonbonfarbiger Junge.

Glücklicherweise habe ich Kontakt zu diesem Kind. Aber ich habe dafür kämpfen müssen. Ich hatte es zu tun mit einer sehr engagierten "Opferschutz-Expertin" und Spezialistin für sexuellen Mißbrauch, sowie einem Dipl.-Psych., der als "Hausgutachter" für verschiedenste Gerichte Deutschlandweit tätig ist und dem im gwg-gutachten-Forum zahlreiche Beiträge gewidmet wurden. Diese beiden Gegner habe ich in die Schranken gewiesen, worauf ich mir einiges einbilde. Ohne die Hilfe, die mir durch Lektüre in den Internet-Väterforen geboten wurde, wäre ich allerdings wohl auf verlorenem Posten gewesen. Dieser Kampf war für mich der Einstieg in das Thema Femi-Sexismus.

Dem Jungen geht es gut. Ich habe ihn rechtzeitig in einen Waldorf-Kindergarten mit Ganztagsbetreuung geschickt, so daß er von den elterlichen Querelen so weit wie möglich ferngehalten wurde. Die Gruppenleiterin hat selbst zwei afrikanische Kinder adoptiert bzw. in Pflege genommen; mein Sohn wurde ihr "Liebling". Dann habe ich ihn, gegen den Widerstand der Mutter, an der Waldorfschule angemeldet. Die Mutter hat ihn gleichzeitig in einen Hort gesteckt (d.h. von Schulschluß bis 15 h), in welchem, den Chef eingerechnet, drei Männer arbeiten. (Zufall, sie arbeitet da, vermittelt durchs Sozialamt, weil ich keinen Unterhalt zahle.) Zu diesen Männern habe ich ein ausgezeichnetes Verhältnis.

Ich sehe den Jungen jeden Mittwoch von Schulschluß bis Donnerstag Schulbeginn; sowie jedes zweite Wochende von Samstag bis Montag früh.

Wir haben ein ausgezeichnetes, sehr inniges Verhältnis. Bei mir kriegt er keine Schläge, kuschelt mit mir im Bett, kann sich mit mir sprachlich bestens verständigen. Er hat nämlich keine Muttersprache, sondern nur eine Vatersprache - Deutsch. Die Mutter ist weiterhin Analphabetin, spricht kaum deutsch. Mich möchte sie möglichst vergessen und spricht nur mit mir, wenns nicht anders geht, grüßt mich auch nicht. Da spielt aber auch das deutsche Milieu eine Rolle: sie wird unausdrücklich ermuntert, sich so zu verhalten.

Soweit meine Antwort auf deine kurze Frage.

Grüße,

Thomas.



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