Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die Mordernisierung des Sexuellen - und was das alles gekostet hat

Max, Wednesday, 29.12.2004, 11:03 (vor 7708 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Die Mordernisierung des Sexuellen - und was das alles gekostet hat von susu am 28. Dezember 2004 23:15:35:

Hallo susu,

(...)Erst die Freiheit ermöglicht Liebe. Die "gute" alte Zeit der Vernunftsehe, der arrangierten Partnerschaften, sie ist vorbei. Erst die Freiheit keine Beziehung zu führen macht es möglich eine Beziehung zu führen, die auf Liebe gründet...

...erstens: Aus der guten alten Zeit gibt es genügend Beispiele, wie aus einer ursprünglichen "Vernunftehe" langsam und stetig eine lebenslange Liebesbeziehung gewachsen ist, in der die Wertschätzung des Gatten auch daraus resultierte, daß man ihn nicht nur selbstbezogen sah, sondern einfach die Liebe würdigte, die sich in seinem Wirken für die gemeinsame Aufgabe zeigte. Meine Großeltern sind ein ausgezeichnetes Beispiel dafür.
Zweitens: "Beziehung" ist für mich ein Allersweltswort. Beziehungen habe ich en masse: Zu Kunden, zu Freunden, zu meinen Eltern, zu guter Musik etc. - eine Bindung aus Liebe ist aber etwas ganz anderes als eine Beziehung. "Beziehung" - das ist dummes Soziologengewäsch.
Drittens: Nein, nicht Freiheit ermöglicht Liebe. Auch unter den Gefangenen von was auch immer existiert Liebe.

Aber: Die Gegenidee ist zusammenzubleiben ohne Rücksicht auf das eigene Leid und das des Partners. Wer Liebe so versteht, wird nie glücklich werden.

...das Gegenteil ist wahr. Das Leid, von dem Du sprichst, scheint mir dasjenige zu sein, das sich einstellt, wenn man nicht willens oder in der Lage ist, sich und seine Bedürfnisse, Vorlieben, Marotten etc. zugunsten eines höheren Guts - nämlich dem des Erhalts einer Liebe - zurückzunehmen und glücklich zu werden mit dem, was man stattdessen erhält. Und, mein Wort drauf, - man erhält etwas wirklich Wertvolles dafür - tatsächliche Liebe nämlich.
Jaja... bisweilen bin ich wirklich stockkonservativ.

Freundlicher Gruß - Max


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