Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Begriffverwirrung: Pareto-Prinzip, Pareto-Verteilung, Pareto-Optimum

Paul, Tuesday, 28.12.2004, 22:25 (vor 7708 Tagen) @ ein weiterer Andreas

Als Antwort auf: Re: Die Mordernisierung des Sexuellen - und was das alles gekostet hat von ein weiterer Andreas am 28. Dezember 2004 19:59:12:

Diese Ungleichverteilung von Vermögen ist übrigens typisch für alle freien Märkte und auch unter dem Namen "Pareto-Prinzip" oder "80/20-Regel" bekannt ...

Das Pareto-Prinzip ist aber etwas anderes. Als Pareto-optimal gilt bei gegebener Ausgangsverteilung der Güter ein durch Tausch erfolgter Endzustand, bei dem kein Individuum noch besser gestellt werden kann, ohne ein anderes schlechter zustellen. Grundlage ist hierfür, daß die Individuen für die einzelnen Güter unterschiedliche Nutzenpräferenzen haben. Der eine hat im Ausgangszustand viel Brot, und wenig Äpfel, hat aber einen großen subjektiv empfundenen Nutzen aus Äpfelverzehr und nur einen sehr geringen aus Brotverzehr. Beim anderen mag es genau umgekehrt sein. Er hat im Ausgangszustand viele Äpfel und wenig Brot, aber eine große Präferenz zu Brot und eine geringe zu Äpfeln. Wenn beide tauschen, eine gewiße Anzahl Brot gegen Äpfel, stehen sie nachher gemessen an ihren jeweiligen Präferenzen beide besser da. Der optimale Zustand heißt "Pareto-Optimum."[/i]

Ich glaube, da liegt eine Begriffverwirrung aufgrund des von mir vervendeten, nicht ganz eindeutigen Begriffes Pareto-"Prinzip" vor. Die 80/20-Regel ist jedenfalls auch als Pareto-Verteilung bekannt. Schau mal hier:
Pareto-Verteilung: http://de.wikipedia.org/wiki/Pareto-Verteilung
Pareto-Optimum: http://de.wikipedia.org/wiki/Pareto-Optimum

Ok, ich habe es "Pareto-Prinzip" genannt, nicht ganz richtig, ich meinte natürlich die sog. Pareto-Verteilung.

Gruss,
Paul


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