Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Da ises

Garfield, Monday, 10.05.2004, 16:32 (vor 7942 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Da ises von Emmalein am 10. Mai 2004 12:31:22:

Hallo Emmalein!

Es mag ja sein, daß du kaum Möglichkeiten hast, einen Müllmann kennenzulernen. Es war ja auch nur eine was-wäre-wenn-Frage. Es könnte ja z.B. auch sein, daß du im Supermarkt ganz zufällig einen Müllmann kennen lernst, und auch Müllmänner können intellektuelle Interessen haben.

Würde es dich dann nicht stören, wenn Freunde und Verwandte ständig über ihn herziehen und ihn als Versager bezeichnen? Wäre es dir dann nicht auch irgendwann peinlich, die Frage nach seinem Beruf zu beantworten?

"...beispielsweise bei Single-Börsen im Netz findet man so viele Männer, die ganz offen schreiben, dass sie ihre Partnerin oder Ehefrau betrügen wollen, das einem fast der Hut hochgeht!"

Nun, die müssen für ihre Seitensprünge aber allesamt auch Frauen finden, die das dann ganz offensichtlich nicht stört oder die sogar selbst verheiratet sind. Anderenfalls ist nichts mit Seitensprung, es sei denn, so ein verheirateter Mann hat bisexuelle Neigungen.

Außerdem sind nicht alle diese Anzeigen ernst gemeint. Ich hatte mal einige Kumpels, die sich öfter mal den Spaß gemacht haben, Kontaktanzeigen in Single-Börsen aufzugeben. Teilweise haben sie sich dabei sogar als Frauen ausgegeben. Die wollten nur mal sehen, wer dann antwortet. Einer hat dabei z.B. herausgefunden, daß man als Mann in Single-Börsen am besten ankommt, wenn man schon im Anzeigentext behauptet, daß man einen Hund hätte...

"Vielleicht macht den MÄnnern ja Soziales auch gar nicht so viel Spass. Immerhin werden die traditionell ja anders erzogen. Wer lieber mit Technik als mit Menschen zu tun hat, für den kann ein sozialer Job der reinste Horror sein!"

Ja, aber es ist ja auch nicht so, daß es alle Mädchen in soziale Berufe zieht. Es gibt viele Mädchen, die z.B. Pferdepflegerin werden möchten, weil sie eben gern mit Pferden zu tun haben.

Es gibt auch Jungen, die beispielsweise gern zeichnen, oder Musik machen oder sonst irgendein Hobby haben. Manche versuchen tatsächlich, dieses Hobby zum Beruf zu machen, aber es kommt häufiger vor, daß sie das Hobby Hobby bleiben lassen und sich für einen Beruf entscheiden, bei dem sie mit möglichst hoher Sicherheit gut verdienen.

Wenn man schon in der Schulzeit sieht, daß die Jungen, die immer die teuersten Markenklamotten, die besten Computer und Spielekonsolen, die neuesten CD's, DVD's und Computerspiele und dann später die größten Motorräder oder Autos haben, bei den Mitschülern am beliebtesten sind und daß die auch immer mindestes eine Freundin haben, dann lernt man schnell, worauf es im Leben anzukommen scheint. Und dann neigt man eher dazu, sich "brotlose Künste" aus dem Kopf zu schlagen und sich stattdessen für eine gute Ausbildung ins Zeug zu legen, um damit dann später gut zu verdienen.

"Ich bin noch immer darüber gestolpert, dass A. Hoffmann den Feminismus als Faschistoid betitelt."

Arne wirft in seinem Buch aber keineswegs alle Feministinnen in einen Topf, sondern er schreibt immer wieder, daß es im Feminismus ganz verschiedene Strömungen gibt. Als faschistoid bezeichnet er lediglich die radikalen Strömungen des Feminismus.

Freundliche Grüße
von Garfield


gesamter Thread:

 

powered by my little forum